Wissenschaft für alle
Hochschulpräsenzstelle Oderland-Spree in Beeskow eröffnet
Erschienen am Donnerstag, 24. September 2026 Lesezeit 3 Min.
Welches ist das älteste Forschungsinstitut in Brandenburg? Wie viele Bücher stehen in der Universitätsbibliothek Potsdam? Wissen Sie die Antwort? – Die Hochschulpräsenzstelle Oderland-Spree Beeskow hilft bei Fragen rundum Wissenschaft, Hochschule und Studium im Land Brandenburg weiter. Sie bringt den Kosmos der brandenburgischen Wissenswelt in die Fläche und nimmt Impulse aus der Region mit an die Hochschulen. Gestern eröffnet die gemeinsame Außenstelle der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Technischen Hochschule Wildau am neuen Standort in Beeskow. Wer Ideen hat und diese umsetzen möchte, hat in Beeskow nun einen neuen Ansprechpartner. Die Hochschulpräsenzstelle Oderland-Spree Beeskow bietet als eine von sieben im Land Brandenburg, eine Anlaufstelle, um als lokaler Akteur mit wissenschaftlichen Institutionen in Kontakt zu kommen.
Präsenzstellen sind die Botschaften unserer Brandenburger Hochschulen mitten in den Regionen – Orte, an denen Wissenschaft vor Ort ansprechbar ist. Niemand muss dafür nach Potsdam, Wildau oder Frankfurt (Oder) fahren. Man kann vor Ort fragen, forschen, Probleme schildern und Unterstützung finden. Gleichzeitig bringen die Präsenzstellen die Fragen und Erfahrungen der Regionen zurück in unsere Hochschulen. In einer Zeit, in der Wissenschaft zunehmend angegriffen und forschungsbasierte Expertise als bloße Meinung diffamiert wird, brauchen wir genau solche Orte des offenen Fragens und des Austauschs. Sie sind das Gegenteil von Elfenbeintürmen. Sie sind offene Türen zur Wissenschaft und Brücken zwischen Hochschule und Gesellschaft, sagt Staatssekretär Tobias Dünow des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg.
Bei der Eröffnungsfeier moderiert Dünow ein Wissensquiz, ein gelungenes Beispiel für eine spielerische und faktenbasierte Wissensvermittlung für verschiedene Zielgruppen. Im Publikum beteiligen sich rund 100 Macher aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Bildung, Politik, Wirtschaft und Landleben am gemeinsamen Rätselraten. Anschließend bekamen sie bei einem Rundgang auf dem Markt der Möglichkeiten die Chance, mit Forschenden verschiedener brandenburgischer Institutionen ins Gespräch zu kommen und sich zu möglichen künftigen Schnittstellen auszutauschen. Dabei präsentieren sich insgesamt sechs Forschungsprojekte, darunter auch das autonom fahrende Solarboot der Technischen Hochschule Wildau.




