Für mehr Sicherheit
DB geht konsequent gegen Gewalt und Angriffe vor
Erschienen am Donnerstag, 17. September 2026 Lesezeit 3 Min.

Rund sieben Monate ist der gewaltsame und tödliche Angriff auf den DB-Mitarbeitenden Serkan Çalar in einem Regionalzug her. Am Freitag gedenken Familie, Freunde und DB-Mitarbeitende im Beisein von Bahnchefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger anlässlich des „Tags des Respekts“ des Verstorbenen. In der Nähe seiner ehemaligen Arbeitsstätte am Mannheimer Hauptbahnhof wird eine Gedenktafel eingerichtet. Das Gedenken macht zugleich deutlich, wie wichtig der Schutz von Mitarbeitenden und Fahrgästen ist. Die Deutsche Bahn hat ihre Maßnahmen gegen Gewalt und Angriffe in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet. Dazu gehören sicherheitsorientierte Personalkonzepte, verbesserte Schutzausrüstung und weitere Maßnahmen, die für mehr Sicherheit im Bahnverkehr und an den Bahnhöfen sorgen sollen.
Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen:
Bis zum 15. Oktober wird das neue Verbot schrittweise an bundesweit rund 5.400 Bahnhöfen der DB umgesetzt. Modellprojekte haben gezeigt, dass ein Alkoholverbot dazu beitragen kann, Gewaltkriminalität, Konflikte und Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss zu verringern.
Schnellerer Zugriff auf Videoaufnahmen:
Mit der Einführung der Video-Security-Cloud soll die Bundespolizei künftig bundesweit einheitlich auf Live- und aufgezeichnete Videodaten aus ausgewählten Zügen von DB Regio zugreifen können. Das soll die Beweissicherung erleichtern und eine schnellere Strafverfolgung ermöglichen.
Neue „Gemeinsam Sicher“-App:
Ab dem 18. September können DB-Mitarbeitende freiwillig über die „Gemeinsam Sicher“-App Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen in den Zügen von DB Regio anfordern. Diese können im Bedarfsfall helfen, bis Mitarbeitende von DB Sicherheit oder die Polizei eintreffen. Eine Einführung der App im Fernverkehr ist bereits in Vorbereitung.
Stärkerer strafrechtlicher Schutz:
Darüber hinaus unterstützt die DB den Gesetzentwurf zur Stärkung des strafrechtlichen Schutzes von Mitarbeitenden im öffentlichen Personenverkehr. Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn könnten damit künftig konsequenter geahndet werden.
Mit den verschiedenen Maßnahmen will die Deutsche Bahn den Schutz ihrer Mitarbeitenden und Fahrgäste verbessern und zugleich deutlich machen, dass Gewalt und Angriffe im öffentlichen Verkehr nicht hingenommen werden.





