Immanuel Haus Storkow
15 Jahre Halt und Unterstützung
Erschienen am Donnerstag, 1. Oktober 2026 Lesezeit 2 Min.
Seit 15 Jahren begleitet das Immanuel Haus Storkow Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das Jubiläum zeigt, wie Unterstützung und gesellschaftliche Teilhabe im Alltag konkret aussehen. Einkaufen, einen Arzttermin wahrnehmen oder den Alltag strukturieren was für viele selbstverständlich ist, wird für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen oft zur Herausforderung. Im Immanuel Haus Storkow erhalten sie seit 15 Jahren Hilfe, um möglichst selbstständig und selbstbestimmt zu leben. 32 Erwachsene mit seelischen Beeinträchtigungen wohnen in vier Wohngruppen der Einrichtung am Wallweg. Für viele ist das Haus längst mehr als ein Wohnort. Eine Bewohnerin nennt es ihren „Heimathafen“, einen Ort, der Sicherheit gibt und zugleich hilft, das eigene Leben zu gestalten.
Unsere Bewohner sollen ihr Leben so eigenständig wie möglich führen können. Dafür brauchen sie verlässliche Unterstützung, aber auch Freiräume, um eigene Entscheidungen zu treffen und am Stadtleben teilzunehmen, erklärt Einrichtungsleiterin Annemarie Preiß.
Die zentrale Lage des Hauses in Storkow ist ein großer Vorteil. Geschäfte, Arztpraxen und Freizeitangebote sind gut erreichbar. So bleiben die Bewohner Teil der Gemeinschaft, statt am Rand zu stehen. Die Mitarbeitenden helfen ihnen, den Alltag zu strukturieren. Zum Angebot gehören Ergotherapie, Koch- und Bewegungsgruppen, eine Holzwerkstatt, Musikprojekte und Ausflüge. Außerdem arbeiten sie eng mit Ärztinnen, Therapeuten, gesetzlichen Betreuern und Angehörigen zusammen.
2011 zog die damalige Einrichtung Haus Wernsdorf mit rund 30 Bewohnern sowie knapp 20 Mitarbeitenden nach Storkow. Anfang September feierten Bewohner, Mitarbeitende, Angehörige und Kooperationspartner das Jubiläum gemeinsam. Das Jubiläum fällt in eine Zeit, in der über Kosten, Finanzierung und die Zukunft der Eingliederungshilfe diskutiert wird. In Storkow wird greifbar, was dieser Begriff bedeutet, verlässliche Unterstützung im Alltag, Förderung von Fähigkeiten, Gemeinschaft und Teilhabe. Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen brauchen oft langfristige Begleitung. Einrichtungen wie das Immanuel Haus bieten dafür stabile Strukturen und für viele einen festen Lebensmittelpunkt mitten in der Stadt.



