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donnerstags 15 Uhr

Wirtschaft

Führungsstark

Selbstbewusst führen in einer Männerdomäne

Erschienen am Donnerstag, 15. Oktober 2026 Lesezeit 4 Min.

Zum Wirtschaftsforum mit dem Thema „Frauen in Führungspositionen“ luden das Regionalmanagement @see gemeinsam mit der Stadt Storkow, der IHK Ostbrandenburg, der IHK-Projektgesellschaft mbH und der Wirtschaftsförderung Brandenburg in den Burgsaal der Burg Storkow ein. Stephan Rosery, Vorsitzender des Mittelstandsvereins der Stadt Storkow, begrüßte die Gäste herzlich mit einem Glas Prosecco und zeigte sich erfreut über das rege Interesse an der Veranstaltung. Zu Beginn entwickelte sich eine lockere Atmosphäre. Die Gäste kamen miteinander ins Gespräch, lernten sich kennen und tauschten sich über aktuelle Themen und bevorstehende Vorhaben aus. Nach diesem offenen Auftakt nahmen die Gäste ihre Plätze ein und die Podiumsdiskussion begann. Durch den Abend führte Maria Halw, die bestens vorbereitet war und mit ihrem umfangreichen Wissen über die Podiumsgäste schnell das Eis brach. Mit ihrer offenen und souveränen Art schuf sie eine angenehme Gesprächsatmosphäre, in der sich eine lebendige und vielseitige Diskussion dann noch später weiter entwickeln sollte. Zu den Gästen gehörten die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Manja Schüle, Bürgermeisterin der Stadt Storkow Cornelia Schulze Ludwig, Belinda Erkner Geschäftsführerin der Erkner Gruppe, Ulrike Schirmer Geschäftsführerin der Allresist GmbH sowie Sabine Nowagk Geschaftsführerin der Lan-Com East GmbH. Einführende Worte und das moderierte Podiumsgespräch widmeten sich der Frage, welche Rahmenbedingungen Frauen benötigen, um Führungsverantwortung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zu übernehmen und erfolgreich auszuüben. Anhand von Praxisbeispielen und Projekten wurde aufgezeigt, wie Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen gestärkt und ihre Leistungen sichtbarer gemacht werden können. Dabei ging es um faire Aufstiegschancen, eine moderne Führungskultur, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gezielte Fördermöglichkeiten. Auch Impulse aus der Landespolitik und der regionalen Praxis zeigten Wege auf, wie Gleichstellung, Vielfalt und weibliche Führung weiter gestärkt werden können. Unterschiedlicher hätten ihre Werdegänge kaum sein können. Doch eines verbindet sie. Jede von ihnen hat sich in einer nach wie vor männerdominierten Berufswelt behauptet, Gegenwind ausgehalten und sich mit Fleiß, Fachwissen, Lernbereitschaft und Können ihren Platz erarbeitet. Dabei spielte auch das Netzwerken eine wichtige Rolle. Der Austausch mit anderen, das Teilen von Erfahrungen und gegenseitige Unterstützung gaben ihnen Rückhalt und halfen, schwierige Situationen zu meistern und sich im Berufsalltag zu behaupten. Durch Ausdauer, Selbstvertrauen und den Mut, Verantwortung zu übernehmen, haben sie ihren eigenen Weg gefunden und gezeigt, dass Kompetenz und Führungsstärke keine Frage des Geschlechts sind.

Auf die Frage aus dem Publikum, wie die Frauen nach einem fordernden Arbeitstag neue Kraft schöpfen und den Kopf wieder freibekommen, zeigte sich, dass die Wege zur Erholung ganz unterschiedlich sein können.
Doch neben Verantwortung, beruflichem Engagement und einem oft fordernden Arbeitsalltag braucht es auch einen Ausgleich. Wie die Frauen nach einem langen Arbeitstag abschalten und neue Kraft schöpfen, fiel durchaus unterschiedlich aus. Besonders das Familienleben spielt dabei eine wichtige Rolle. Zeit mit den Kindern, gemeinsame Unternehmungen und bewusst einfache Erlebnisse helfen, Abstand zum Berufsalltag zu gewinnen und sich auf das Wesentliche zu besinnen. Camping schien dabei hoch im Kurs zu stehen möglicherweise auch, weil sich diese Form des Urlaubs besonders gut mit Kindern vereinbaren lässt. Gemeinsam draußen sein, die Natur erleben und den Tag ohne allzu viele Verpflichtungen gestalten. Oft sind es gerade die einfachen Dinge, die für Erholung sorgen und neue Energie schenken. Andere bevorzugen dagegen einen Tapetenwechsel am Meer. Weit weg vom gewohnten Umfeld, mit dem Blick auf den Horizont und Zeit für sich selbst, lassen sich Gedanken ordnen und neue Perspektiven gewinnen.

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