Niedrigwassersituation in Brandenburg
Umweltministerium informiert Landkreise
Erschienen am Mittwoch, 24. Juni 2020 Lesezeit 3 Min.

Nach den extremen Trockenjahren 2018 und 2019 begann auch 2020 mit einer anhaltenden Frühjahrstrockenheit – daran konnten auch die Niederschläge in den letzten Wochen kaum etwas ändern. Das Umweltministerium hat die Landkreise und kreisfreien Städte in einem Schreiben gebeten, geeignete Schritte für einen verminderten Wasserverbrauch zu prüfen. Dafür kommen auch Allgemeinverfügungen in Betracht, die erlaubnisfreie Gewässerbenutzungen beschränken oder anpassen.
In extremen Niedrigwassersituationen sind auch die Landkreise gehalten, mit geeigneten Maßnahmen des wasserrechtlichen Vollzugs zur Verteilung und Einsparung des Wasserdargebots zu sorgen, um die Daseinsvorsorge zu sichern und Gewässer zu schützen. Zur Unterstützung der Landkreise wird das Land die Bereitstellung hydrologischer Daten so anpassen, so dass die hydrologische Situation jederzeit von jedermann erkennbar ist. Es werden tagaktuelle Abfluss- und Wasserstandsdaten und – für repräsentative Pegel – die Niedrigwasserkennwerte für das Niedrigwassermanagement in Niedrigwasserperioden veröffentlichen sowie Fachgrundlagen und rechtliche Hinweise für die Erteilung und Änderung von Zulassungen für Gewässerbenutzungen zur Verfügung stellen. In den letzten beiden Jahren kam es wiederholt zu extremen Niedrigwassersituationen mit trockenfallenden Fließgewässern, erheblichen Wasserstandsverlusten in den Seen und fallenden Grundwasserständen. Die Wintermonate konnten die Wasserdefizite nicht ausgleichen. Durch fehlende Niederschläge im März und April hat sich die hydrologische Situation in allen brandenburgischen Flussgebieten trotz der teilweise ergiebigen Niederschläge im Mai und Juni nur geringfügig erholt. In den nordwestlichen Flussgebieten fallen die Abflüsse nach kurzzeitigen Anstiegen bereits wieder. Aktuell bewegen sich die Abflüsse im Bereich der mittleren Niedrigwasserabflüsse. Auch in den östlichen und südlichen Flussgebieten und der Elbe befinden sich die Abflüsse bei gleichbleibenden bis leicht steigenden Verhältnissen weiterhin zwischen den mittleren niedrigsten und den niedrigsten mehrjährigen Vergleichswerten.
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