Schädlinge bekämpfen und Ernten schützen
Ministerium startet neue Förderung für innovativen Pflanzenschutz
Erschienen am Donnerstag, 29. Oktober 2026 Lesezeit 2 Min.

Schilf-Glasflügelzikade, Japankäfer und andere Schädlinge sind eine wachsende Gefahr für die heimische Landwirtschaft. Begünstigt durch Klimawandel und internationalen Reise- und Güterverkehr breiten sich zunehmend auch neue Arten aus, die erhebliche Ernteverluste verursachen können. Um landwirtschaftliche Betriebe besser gegen diese Bedrohung zu wappnen, hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat eine neue Förderung aufgelegt. Bis zu drei Millionen Euro stehen für die Entwicklung praxistauglicher und wirtschaftlich tragfähiger Verfahren bereit, mit denen neue Schadorganismen frühzeitig erkannt, ihre Ausbreitung überwacht und eine gezielte und umweltschonende Bekämpfung möglich ist. Förderfähig sind zum Beispiel digitale Systeme, die Schädlinge mithilfe von Sensoren, Kameras oder Drohnen frühzeitig aufspüren und ihre Ausbreitung überwachen. Auch innovative Verfahren zur gezielten und umweltschonenden Schädlingsbekämpfung können von der Förderung profitieren etwa biologische Methoden oder intelligente Fallensysteme. Ziel ist es, innovative Konzepte möglichst schnell in marktfähige Produkte und Verfahren zu überführen. Deshalb richtet sich die neue Förderung gezielt an Unternehmen – und zwar insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen und Start-ups. Auch Verbundvorhaben zusammen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind möglich. Dabei ist eine substantielle Beteiligung der Wirtschaft jedoch Voraussetzung. In der Regel müssen mehr als 40 Prozent der gesamten Projektmittel auf die beteiligten Unternehmen entfallen.
Weitere Informationen zu den Inhalten und Modalitäten der Förderbekanntmachung:
https://www.innovationsprogramm.de/bekanntmachungen-und-ausschreibungen



