Schneller zur Baugenehmigung
Virtuelles Bauamt landesweit umgesetzt
Erschienen am Donnerstag, 8. Oktober 2026 Lesezeit 2 Min.
Nach Hamburg und Bremen hat Brandenburg als erstes Flächenland alle Bauaufsichtsbehörden an das Virtuelle Bauamt angeschlossen. Damit können Bauanträge landesweit vollständig digital bearbeitet werden. Das virtuelle Bauamt ist eine Plattform für den Datenaustausch zwischen allen Beteiligten an einem Baugenehmigungsverfahren. Mit dem virtuellen Bauamt wird das Recht des Bürgers auf digitale Verwaltungsdienstleistungen entsprechend dem Onlinezugangsgesetz umgesetzt. Das virtuelle Bauamt kann Verfahrenszeiten verkürzen. So entfällt beispielsweise das Ausdrucken, Unterzeichnen und Versenden von Anträgen per Post. Der gesamte Verfahrensaufwand wird reduziert, weil das Virtuelle Bauamt direkt an das Fachverfahren der Bauaufsicht angebunden ist. Auch der Aufwand für Bauherren und Entwurfsverfasser sinkt, weil nicht mehr wie bisher drei Papierakten erstellt werden müssen.
Vorausgegangen war eine erfolgreiche Pilotphase. Die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz errechnete zu Beginn der Pilotphase das die Behörde pro Jahr durchschnittlich 600 Bauanträge, was eine deutliche Papiereinsparung durch das Virtuelle Bauamt bearbeitet. Der Papierumfang eines Bauantrags variiert je nach Vorhaben sehr stark. Bei einer vollständigen Digitalisierung dieser 600 Anträge könnten jährlich rund 250.000 Blatt Papier eingespart werden.



