Schulsozialarbeit an der Spree-Oberschule Fürstenwalde
Schulsozialarbeit an Schulen ist unverzichtbar. Schulsozialarbeiter sind die Helden im Hintergrund des Schulalltags. Sie schlagen täglich Brücken zwischen Schülern, Lehrkräften und Eltern. Dafür braucht es ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Geduld und Fingerspitzengefühl. Das lässt sich nicht einfach erlernen, man muss diese Aufgabe mit Herz übernehmen und sich sozial berufen fühlen. Und das Aufgabengebiet erstreckt sich um ein Vielfaches mehr. Sie begleiten die Kinder und Jugendlichen durch Höhen und Tiefen, stehen bei Konflikten, Sorgen und Mobbing zur Seite und helfen bei der Lösungsfindung. Neben diesen Hilfen organisieren sie Projekte und Workshops, in denen Teamgeist, Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen gestärkt werden immer mit dem Ziel, dass sich jedes Kind in der Schule wohlfühlt und lernen kann.
Ein besonderes Beispiel sind Sebastian Teichmann und Annemarie Werner, die für JuSeV an der Spree-Oberschule am Spree-Campus in Fürstenwalde als Schulsozialarbeiter tätig sind. Lange Jahre bewältigte Teichmann diese Aufgabe allein, seit Mai letzten Jahres kam Annemarie dazu. Man ist aufeinander zugegangen, dadurch entwickelte sich schnell ein eingespieltes Team. Neben ihrer Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin absolviert Annemarie derzeit ihren Master im Kinderschutz, eine zusätzliche Spezialisierung innerhalb der Sozialen Arbeit, die Fachkräfte dafür qualifiziert, Familien in schwierigen Situationen zu begleiten, Kinder zu schützen und in Einrichtungen oder beim Jugendamt beratend tätig zu sein. Sebastian ist ebenfalls Schulsozialarbeiter und darüber hinaus Referent für Jugendgeschichtsarbeit, Medienpädagoge für Eltern sowie systemischer Familien- und Elternberater.
Gemeinsam bewältigen sie ihre Aufgabe, die mit der Zeit wächst nicht mit den Verwaltungsaufgaben, sondern mit den Schülern, für die sie gedacht ist. Und weil es nicht nur um Konflikte geht, sondern auch um positive Aspekte, haben sich beide an der Spree-Oberschule für ihre Schüler besondere Angebote ausgedacht und initiiert, die einen ausgewogenen Schulalltag unterstützen.
Der Tagesablauf ist klar definiert. Wenn die Schüler da sind, dann sind wir es auch, so Annemarie und Sebastian nur ein wenig früher. Das Signal an die Schüler. Die Tür zu den Räumen steht immer offen. Die offene Tür signalisiert ständige Offenheit, schafft Vertrauen und wird auch als Einladung empfunden. Rund 30 Prozent der Schüler kommen früh morgens mit dem Bus aus dem Umland.
Dazu zählen auch Schüler, die eigentlich erst in der zweiten oder dritten Stunde Unterricht haben. Sie haben oft nicht die Möglichkeit, später zu kommen, da der Nahverkehr diesen Zeitraum nicht abdeckt das gilt auch umgekehrt. Für sie gibt es in den Räumlichkeiten der Schulsozialarbeiter einen Aufenthaltsbereich mit vielen Möglichkeiten. Besonders stolz zeigten sich beide bei der nachschulischen Gestaltung. Ein Buch zu lesen lenkt ab, doch gemeinsam ein Gesellschaftsspiel zu spielen bringt Abwechslung und so manches Kind auf andere Gedanken.
Beide sind sehr euphorisch und freuen sich über jeden Erfolg, wodurch es ihnen auch leichter fällt, mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. So baut sich eine Vertrautheit mit Kennenlerneffekt auf, man begegnet sich auf Augenhöhe. Wir sind gute Zuhörer und haben oft dadurch, dass wir in der Stadt Fürstenwalde gut vernetzt sind, eine Fülle an Möglichkeiten zu helfen im Konfliktbereich, im sportlichen wie auch im geistlichen Sinne.
Vorbeugend finden Mobbingpräventionsveranstaltungen statt, sie sind in der heutigen Zeit sehr wichtig, man muss die Kinder für dieses Thema sensibilisieren. Denn diejenigen, die betroffen sind, kommen meist nicht von allein das zeigt die Erfahrung. Oft sind es Freunde oder Familienmitglieder, denen dies auffällt. Durch gezielte Maßnahmen, die immer sehr individuell sein können, bieten wir unsere Hilfe an, auch gern als Moderatoren, wenn dies gewünscht ist.


