Brandenburg zieht Bilanz der ersten Fußverkehrschecks

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hatte im letzten Jahr ein Pilotprojekt zur Durchführung von Fußverkehrschecks in Brandenburger Kommunen initiiert. Der Schwerpunkte lag auf die sichere Querung von Straßen, barrierefreie Fußwegeverbindungen, der sichere Schulweg, der Zugang zu Haltestellen des Öffentlichen Verkehrs, Aufenthalt im Wohnumfeld und das Miteinander von Rad- und Fußverkehr. Die Ergebnisse aus den drei Pilotkommunen Frankfurt/Oder, Zeuthen und Finsterwalde liegen nun vor. Verkehrsminister Detlef Tabbert sieht in den gewonnenen Erkenntnissen vor Ort vielfältige Ansätze zur Stärkung des Fußverkehrs, die sich nun auf weitere Kommunen im Land übertragen lassen

Stadt Frankfurt/Oder
Im Stadtteil Frankfurt (West) zeigte sich, wie herausfordernd die Situation im Wohngebiet zu Schulbeginn an Grundschule und Gymnasium ist und wieviel Potenzial in einem konstruktiven Austausch zwischen Anwohnenden, Eltern, Schule und Verwaltung liegt. Mit dem Projekt wurde auch die Chance genutzt, innerhalb der Stadtverwaltung den Austausch zwischen den Fachbereichen zu intensivieren, um Fußverkehr als Teile der Nahmobilität in der integrierten Stadtentwicklung zu stärken.

Gemeinde Zeuthen
Als Pendlerkommune im Berliner Umland steht Zeuthen vor der Herausforderung, bei zunehmendem Straßenverkehr die Schulwege im weitläufigen Gemeindegebiet sicherer und barrierefrei zu gestalten. Die Zeuthenerinnen und Zeuthener zeigten sich als sehr aktive Bürgerschaft und konnten damit im Projekt viele kleinteilige Maßnahmen und deren Umsetzung identifizieren. Weitere Bänke im Ortsgebiet, neue Beschilderung und Beleuchtung, sowie Schulprojekte werden den Fußverkehr im Ort attraktiver und sicherer machen. Um Infrastrukturen zu ertüchtigen, bedarf es jedoch weiterhin die Unterstützung des Landes.

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Stadt Finsterwalde
Exemplarisch für viele Stadtgebiete mit komplexem Wohnungsbau und in die Jahre gekommenen Fußwegen in Brandenburg zeigte sich im Südkomplex Finsterwalde anschaulich, wie wichtig Fußwegeverbindungen für die Lebensqualität im Wohngebebiet sind. Barrierefreie, sichere Wege sind für Alt und Jung im Wohnquartier wichtig. Nahversorgung und Kita sollen gut und sicher erreichbar sein. Für die Gestaltung eines attraktiven Wohnumfeldes zeigen Bürger, Stadtverwaltung und Wohnungsgesellschaften ein großes Interesse. Auf der Grundlage des aktuell beschlossenen Integriertes Stadtentwicklungskonzept soll nun eine neue Städtebauliche Gesamtmaßnahme für den südlichen Stadtteil entwickelt werden, in der Maßnahmen aus dem Fußverkehrscheck umgesetzt werden können.

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