Autorinnen im Austausch

Im Rahmen der 36. Brandenburgischen Frauenwoche unter dem diesjährigen Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“ fand im Parkclub in Fürstenwalde eine einwöchige Veranstaltungsreihe für Frauen aus der Region statt. Organisiert von Frauen für Frauen und getragen von Themen, die bewegen, entstand eine ganz besondere Atmosphäre. Cheforganisatorin Katrin Hirsch zeigte sich begeistert über den hohen Zuspruch. Am Freitag lud der Parkclub zu einem stimmungsvollen Abend unter dem Thema „Frauen in der Buchbranche“ ein. Frauen werden in dieser Branche noch immer häufig unterschätzt. Julia Grätz-Ohm, die den Abend mitorganisierte, möchte mit diesem Klischee aufräumen und schuf dafür einen Raum für Austausch, Sichtbarkeit und neue Perspektiven. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur persönliche Geschichten, sondern auch die Vielfalt weiblicher Stimmen in der Literatur. Als selbstverlegende Autorin ist sie seit 2023 aktiv und hat sich mit viel Engagement und Herzblut ihren Platz in der Buchwelt geschaffen. Vor einem Jahr gründete sie zudem ihre eigene Eventfirma, mit der sie Buchmessen, Lesungen und Diskussionsrunden organisiert, so auch die Veranstaltung zur Frauenwoche, die sie mit großer Hingabe ins Leben gerufen hat. Damit verbindet sie auf besondere Weise ihre Leidenschaft fürs Schreiben mit dem Wunsch, andere Autorinnen sichtbar zu machen. Schriftstellerisch bewegt sie sich vor allem im Romance-Genre, hat aber auch einen praxisnahen Ratgeber für Autorinnen und Autoren zum Thema Buchmesseplanung veröffentlicht. Das Schreiben begleitet sie schon seit ihrer Jugend gewachsen aus Leidenschaft und Kreativität, ganz ohne klassischen Ausbildungsweg. Mit Offenheit und Herzlichkeit teilt sie heute ihre Erfahrungen, gibt Kolleginnen wertvolle Einblicke und unterstützt, wo sie kann. Die von ihr organisierte Veranstaltung bringt regionale Autorinnen zusammen und schafft Raum für Austausch über das Schreiben selbst, aber auch über Themen wie Marketing, Herausforderungen der Branche und die besonderen Erfahrungen von Frauen in der Buchwelt ehrlich, nahbar und inspirierend. So wurde der Abend nicht nur zu einer Lesung, sondern zu einem lebendigen Dialog.

Antje Grube, die unter dem Namen A. G. Grube veröffentlicht, kommt aus Mittenwalde und schreibt zwischen Wirklichkeit und Fantasie mit einer warmen, leisen Stimme, die ihre Leser behutsam begleitet. Ihre Geschichten sind über viele Jahre in ihr gewachsen; eine erste Idee entstand bereits vor rund 25 Jahren und fand erst viel später ihren Weg ans Licht. Seit 2019 veröffentlicht sie ihre Werke. Ihr Debüt war autobiografisch geprägt und widmete sich den letzten drei Monaten mit ihrer Mutter ein einfühlsamer Versuch, ein schweres Thema sanft und würdevoll, mit einem Hauch von Licht zu erzählen. Ihre Worte berühren dabei oft leise, aber nachhaltig. Ihre größte Leidenschaft gilt jedoch der Fantasy, besonders in Verbindung mit historischen Elementen. Dort erschafft sie Welten zwischen Vergangenheit und Magie, inspiriert von leisen Erinnerungen ebenso wie von plötzlichen, unerwarteten Ideen.

Frieda Feuerdorn aus Frankfurt/Oder schreibt mit viel Herz Liebesgeschichten mal klassisch als Romance, mal im modernen New-Adult-Stil. Aktuell widmet sie sich der Sports Romance, inspiriert vom Fußballalltag ihrer Kinder und ihrem eigenen Interesse am Sport, was ihren Geschichten eine besondere Authentizität verleiht. Unter ihrem Pseudonym hat sie bereits ihr sechstes Buch veröffentlicht, zuvor schrieb sie Fantasy unter ihrem Mädchennamen. Als Selfpublisherin organisiert sie alles selbst vom Lektorat bis zur Produktion. Ihre Werke erscheinen überwiegend als E-Book, gedruckte Ausgaben bringt sie vor allem zu Buchmessen mit, wo ihr aktuelles Buch bereits vor dem offiziellen Erscheinungstermin auf große Resonanz stieß.

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Als Fazit zeigt die Veranstaltung eindrucksvoll, wie vielfältig, kreativ und kraftvoll Frauen in der Buchbranche wirken. Sie schafft nicht nur Sichtbarkeit für ihre Geschichten, sondern eröffnet auch Räume für Austausch, Inspiration und gegenseitige Unterstützung ein lebendiges Zeugnis dafür, dass weibliche Stimmen in der Literatur längst mehr als gehört werden: Sie prägen, bewegen und bereichern die ganze Branche.

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