Shakespeares Klassiker neu gedacht
Am Samstagabend fand in der Kulturfabrik ein bemerkenswerter Theaterabend statt, der die Besucher in die Welt der Uckermärkischen Bühne Schwedt entführte. Gezeigt wurde die Musical-Komödie Es war die Lerche nach dem Werk von Efraim Kishon, die in der Region großen Anklang fand. Die Inszenierung setzte auf feinsinnigen Humor und hintergründige Gesellschaftskommentare. Unter dem Motto „Love is in the Air“ wurde das klassische Motiv der großen Liebe auf ungewöhnliche Weise neu betrachtet. Anders als bei Shakespeare, wo das Schicksal von Romeo und Julia tragisch endet, wagt Kishon ein gedankliches Experiment: Was, wenn Julia rechtzeitig erwacht wäre und die beiden Verliebten nun dreißig Jahre später gemeinsam in Verona festsitzen? Die Komödie schildert liebevoll und mit einer gehörigen Portion Ironie die Herausforderungen des Ehealltags, nachdem die unsterbliche Liebe auf das reale Leben trifft. Das Publikum erlebte eine Mischung aus musikalischer Leichtigkeit, pointierten Dialogen und charmantem Schauspiel, das sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregte.


