Industriepark in der Lausitz ist eine echte Erfolgsgeschichte

Die Entwicklung von Schwarze Pumpe ist eine echte Erfolgsgeschichte. Seit 1990 hat sich der Industriepark im Herzen der Lausitz von einem Energie- und Kohleveredlungsstandort zu einem hochmodernen Standort für verschiedene Industrien gewandelt. Dazu haben die Landesregierungen Brandenburgs und Sachsens einen erheblichen Beitrag geleistet. Allein das Land Brandenburg hat den Standort und die Ertüchtigung der Infrastruktur bislang mit fast 57 Millionen Euro unterstützt.

Für vier aktuelle Infrastrukturvorhaben stellt die brandenburgische Landesregierung nun weitere 40,2 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zur Verfügung. Diese Projekte tragen maßgeblich dazu bei, die Perspektiven des Industrieparks und der dort ansässigen Unternehmen langfristig zu sichern. Das erklärte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach heute bei seinem Besuch des Industrieparks im Spremberger Stadtteil Schwarze Pumpe.

Schwarze Pumpe zählt zu den größten Industriearealen in den ostdeutschen Bundesländern. Auf dem 720 Hektar großen Areal, das sich bis auf sächsisches Gebiet erstreckt, sind rund 120 Unternehmen mit mehr als 4.300 Beschäftigten angesiedelt. Die Palette reicht von Betrieben der Energieerzeugung über den Stahlbau bis zur Papierherstellung. Zudem sind Baustofffirmen, Logistiker, Unternehmen der Kunststoff- und Chemieindustrie und der Elektrotechnik sowie Firmen weiterer Branchen im Industriepark ansässig. Unternehmen am Standort sind unter anderem die Hamburger Rieger AG, die aktuell den Bau einer zweiten Papiermaschine vorbereitet, die LEAG, Siemens, der Anlagenbauer Actemium BEA, Knauf Deutsche Gipswerke, das Verpackungsunternehmen Dunapack Spremberg, Veolia Umweltservice Ost sowie eine Vielzahl von Dienstleistern.

Die weitere Entwicklung des Industrieparks sei „maßgeblich für eine nachhaltige und tragfähige industrielle und gewerbliche Basis in der Region“, betonte Steinbach. „Schwarze Pumpe ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie Strukturwandel mit vereinten Kräften gelingen kann und zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.“ Der Industriepark stehe beispielhaft für eine gute Kooperation zwischen Brandenburg und Sachsen.

Die vier aktuellen Vorhaben am Standort

Bedarfsgerechte Erweiterung der Abwasserbehandlungsanlagen I & II

Das im Industriepark anfallende Abwasser wird von zwei Abwasserbehandlungsanlagen (ABA) gereinigt, bevor es in die Spree eingeleitet wird. Nun werden beide Anlagen erweitert, zudem wird ein zweiter Ableiter gebaut. Die Kosten für die ABA I in Höhe von 10,8 Mio. EUR werden vom Land Brandenburg mit 8,6 Mio. EUR, die Kosten für die ABA II in Höhe von 30,2 Mio. EUR mit knapp 25,9 Mio. EUR aus der Gemeinschaftsaufgabe (GRW) gefördert.

Rohwasserpufferspeicher zur Sicherung der Brauchwasserversorgung

Um die kontinuierliche Brauchwasserversorgung sicherzustellen und einen zukünftig höheren Brauchwasserbedarf der am Standort ansässigen Unternehmen decken zu können, wird ein Rohwasser-Pufferbehälter gebaut. Derzeit erfolgt die Wasserversorgung von täglich 4.500 m³ über ein Wasserwerk auf sächsischer Seite. Dieses kann einen möglichen Ausfall von Brunnenanlagen aber nicht kompensieren. Mit der Errichtung eines Hochbehälters zur Zwischenspeicherung von 5.600 m³ Rohwasser können etwa acht Stunden überbrückt und die laufende Brauchwasserversorgung gesichert werden. Die Investitionen von 2,4 Mio. EUR werden vom Land Brandenburg mit fast 1,9 Mio. EUR gefördert.

Straßenbegleitende LKW-Stellfläche Nordanbindung

Laut Verkehrskonzept von 2018 besteht ein Bedarf an 75 zusätzlichen LKW-Stellplätzen. Neben den neu zu errichtenden straßenbegleitenden Stellplätzen werden die Zu- und Abfahrten zum Industriepark neu organisiert und ein interaktives Informationssystem zur LKW-Zulaufsteuerung errichtet. Das Investitionsvolumen von 4,5 Mio. EUR wird vom Land Brandenburg mit 3,8 Mio. EUR gefördert.

Mit den nun bewilligten 40,2 Millionen Euro, die von Maßnahmen auf sächsischer Seite flankiert werden, sind aus Brandenburg insgesamt Infrastrukturmittel in Höhe von 97 Millionen Euro in die Standortentwicklung des Industrieparks geflossen. Insgesamt werden die Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg nach Abschluss der Maßnahmen die Infrastrukturentwicklung am Standort dann mit 160 Mio. EUR unterstützt haben. Parallel dazu konnten die im Industriepark auf Brandenburger Seite ansässigen Unternehmen von einer gewerblichen Investitionsförderung von rund 100 Mio. EUR profitieren.

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