Zukunftsfähigkeit, Projekte und Gemeinschaft im Fokus

Zur traditionellen Neujahrsempfang lud Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig alle Gäste in die Burg ein. Es kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung, Würdenträger, Landräte, Amtsdirektoren, Bürgermeister sowie die Bundeswehr. Gemeinsam wurde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und ein Ausblick auf das neue Jahr gegeben. Das Jahr 2025 war für Storkow von Herausforderungen geprägt, zugleich zeigte sich deutlich die Stärke des kommunalen Zusammenhalts. Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig zog beim Rückblick eine insgesamt positive Bilanz. Trotz steigender Kosten, knapper Ressourcen und komplexer Förderbedingungen sei Storkow handlungsfähig geblieben. In Verwaltung, Politik, Vereinen, Unternehmen und Ortsteilen habe man gemeinsam an Lösungen gearbeitet. Wichtige Weichenstellungen prägten das Jahr in Storkow. Mit dem neuen Gewerbegebiet Neuboston schafft die Stadt Perspektiven für Unternehmen, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität. Cornelia Schulze-Ludwig verwies auf die breite Zustimmung in der Stadtverordnetenversammlung, die den gemeinsamen Willen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit Storkows unterstreiche. Im Bereich Bildung und Betreuung wurden zentrale Projekte angestoßen. Der geplante Hortneubau sowie die neue Schulmensa an der Europaschule verbessern die Bedingungen für Familien und Schulen in Storkow. Rund 3,8 Millionen Euro aus dem Bundessondervermögen unterstützen diese Vorhaben. Bürgermeisterin Schulze-Ludwig kündigte an, auch künftig alle Möglichkeiten zu nutzen, zusätzliche Fördermittel für Storkow einzuwerben.
Ein besonderes Augenmerk legte Schulze-Ludwig auf die Sanierung der Kita in Kummersdorf. Als wichtiger sozialer Ort ist sie eng mit der Dorfgemeinschaft verbunden. Dank hoher Förderzusagen von Land und Landkreis Oder-Spree könne dieses Projekt für Storkow nun mit Zuversicht weiterverfolgt werden. Auch die Stadtentwicklung in Storkow stand im Fokus. Der geplante Innenstadtspielplatz mit Bürgerbeteiligung, die Weiterentwicklung des Bahnhofsbereichs, zusätzliche Beleuchtung in der Altstadt sowie die Entwicklung des ehemaligen Helios-Geländes stehen laut der Bürgermeisterin für eine vorausschauende und verantwortungsvolle Planung.
Tourismus und Freizeit bleiben zentrale Themen für Storkow. Der geplante Umbau der Steganlage im Storkower Strandbad soll Sicherheit und Attraktivität erhöhen und sowohl den Einwohnern als auch dem Tourismusstandort Storkow zugutekommen. Darüber hinaus investiert Storkow in Sport und Mobilität. Für den Storkower Sportplatz wird ein neues Gebäude vorbereitet, Fördermöglichkeiten werden aktiv geprüft. Der Erhalt des PlusBus-Angebots sei für Schulze-Ludwig ein gelungenes Beispiel dafür, wie Mobilität im ländlichen Raum durch die Zusammenarbeit von Kommune und Landkreis funktionieren könne.
Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr. Mit dem geplanten Baubeginn des Feuerwehr- und Gemeindehauses in Kummersdorf sowie weiteren Vorhaben in Görsdorf und Groß Schauen sollen die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt in Storkow weiter verbessert werden. Die Bürgermeisterin würdigte ausdrücklich das Engagement der Kameraden. Das Leben in Storkow wird maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement geprägt so die Bürgermeisterin weiter in ihrer Neujahrsrede. Vereine, Initiativen, Ortsbeiräte und engagierte Bürger tragen wesentlich zum Zusammenhalt bei. Beispiele wie die erfolgreiche Teilnahme Kummersdorfs am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zeigten, welches Potenzial in der Gemeinschaft Storkows stecke.
Mit Blick auf das Jahr 2026 machte Bürgermeisterin Conny Schulze-Ludwig deutlich, dass nicht alle Vorhaben kurzfristig umsetzbar sein werden. Storkow werde jedoch verantwortungsbewusst, transparent und kontinuierlich an seinen Zielen arbeiten. Der Anspruch bleibe, Storkow gemeinsam weiterzuentwickeln als lebenswerte Stadt mit starkem Zusammenhalt.
Ein besonderer Moment der Wertschätzung und des Zusammenhalts: Der Landtagsabgeordnete Ludwig Scheetz, der unter den Gästen weilte, wurde ins Rampenlicht gebeten. Mit großem Applaus gratulierten die Anwesenden zu seinem 40. Geburtstag und würdigten zugleich seine langjährige Unterstützung für die Stadt Storkow.
Oberstleutnant Roy Grundtner, Standortältester des Bundeswehrstandortes Storkow, zog eine Bilanz des Jahres 2025 und blickte voraus auf 2026. Er betonte, dass Storkow „Geschichte, Herz und Zukunft“ vereine eine Einschätzung, die sich für ihn bestätigt habe. Das vergangene Jahr sei geprägt gewesen vom anhaltenden Krieg in der Ukraine, internationalen politischen Umbrüchen und ungewöhnlich hohen Temperaturen, die zusätzliche Herausforderungen mit sich brachten. Für die Bundeswehr sei 2025 ein intensives Jahr gewesen: Mehr Truppenbewegungen über den Standort Storkow und Auslandseinsätze der Soldatinnen und Soldaten hätten die Einsatzbereitschaft gestärkt. Gleichzeitig sei der Standort Ziel hochrangiger Besuche und Austragungsort öffentlicher Veranstaltungen gewesen. Die Bautätigkeit in der Kaserne schreite voran, der neue Wehrdienst werde künftig das Stadtbild stärker prägen.
Zu Beginn des Jahres 2026 unterstützten Soldaten aus Storkow bei einem großflächigen Stromausfall in Berlin ein Beispiel für die Krisenfähigkeit der Bundeswehr. Grundtner hob das enge Miteinander mit der Stadt Storkow hervor und dankte Bürgermeisterin Conny Schulze-Ludwig sowie allen Beteiligten für die zivil-militärische Zusammenarbeit. Symbolisch verwies er auf die Saalweide als Zeichen von Erneuerung und Zusammenhalt. Mit Zuversicht blicke der Standort auf die kommenden Aufgaben und das neue Jahr.
Beim Neujahrskonzert in Storkow betonte Pawel Jakubowski, Bürgermeister der Partnergemeinde Opalenica in Polen, die Bedeutung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Für ihn sei es eine große Ehre und Freude, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, die Menschen Emotionen und Hoffnung auf ein gutes gemeinsames Jahr verbinde.
Jakubowski hob hervor, dass die Partnerschaft zwischen Opalenica und Storkow weit über offizielle Erklärungen hinauslebe. Sie werde getragen durch gemeinsame Schulprojekte, Jugendaustausche und Bildungsreisen, die junge Menschen für andere Kulturen, Sprachen und Perspektiven sensibilisierten und oft lebenslange Freundschaften entstehen ließen so Pawel Jakubowski. Auch die Kooperation zwischen der Universität des dritten Lebensalters und Seniorengemeinschaften zeige, dass Wissensdurst und Engagement keine Altersgrenzen kennen. Gemeinsame Ausflüge, Workshops und kulturelle Veranstaltungen förderten den Dialog zwischen den Generationen. Ein weiterer Schwerpunkt so Jakubowski liege auf der lokalen Zusammenarbeit in den Ortsteilen von Opalenica etwa in Kummersdorf, wo sich Initiativen häufig zu größeren Projekten und internationalen Begegnungen entwickelten. Das Kulturzentrum und die Bibliothek seien zentrale Orte des Austauschs durch Konzerte, Ausstellungen und Lesungen würden Menschen über Grenzen hinweg verbunden.
Besonders erwähnenswert findets Opalenicas Bürgermeister Kakubowski sei die Kooperation der Feuerwehren aus Opalenica und Storkow, die zeige, dass Sicherheit, Solidarität und Hilfsbereitschaft universelle Werte seien. Durch gegenseitige Schulungen und Erfahrungsaustausch lernten die Einsatzkräfte voneinander und setzten zugleich ein Beispiel für verantwortungsvolles, engagiertes Handeln. Jakubowski betonte, dass die Städte trotz nationaler Grenze eng verbunden seien durch Verwaltung, gemeinsame Projekte, kulturelle, soziale und bildungspolitische Arbeit. Europa werde so zu einem gemeinsamen Zuhause, getragen von zwischenmenschlichen Beziehungen. Er kündigte an, die Partnerschaft weiter auszubauen, neue Projekte zu entwickeln und gemeinsame Initiativen auf allen Ebenen zu fördern.
Abschließend dankte Pawel Jakubowski ausdrücklich Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig und allen Beteiligten in Storkow für ihre Offenheit, Gastfreundschaft und das Vertrauen, das die Partnerschaft stärke. Er wünschte allen Gesundheit, Frieden und Wohlstand und ein Jahr voller gemeinsamer Initiativen und Begegnungen.

