CDU startet ins neue Jahr im Fürstenwalder Dom

Der Neujahrsempfang der Christdemokraten im Landkreis Oder-Spree fand traditionell im Fürstenwalder Dom statt. Herzlich begrüßt wurden die Gäste vom Kreisvorsitzenden der Christdemokraten, Robert Czaplinski. Zu Beginn des Empfangs hob er die mit dem neuen Jahr verbundenen Herausforderungen und Verantwortungen hervor. Er stellte fest, dass innerhalb der CDU Spree unterschiedliche Auffassungen bestehen, Konflikte jedoch unvermeidlich sind, wenn Politik mit Haltung gestaltet wird. Zugleich betonte er, dass das neue Jahr eine Chance biete, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen, unterschiedliche Meinungen als Teil der Demokratie zu akzeptieren und Verantwortung für die Regionen verlässlich wahrzunehmen. Zu den Gästen zählte Knut Abraham, CDU-Abgeordneter des Deutschen Bundestages im Wahlkreis Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, der im Anschluss eine Rede von besonderer Bedeutung hielt. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Schülern der Musikschule Fürstenwalde umrahmt, darunter das Gitarrenensemble, die Pianistin Aurelia Stolte und der Bariton Dennis Kramp. Die christlichen Worte sprach Pfarrer Kevin Jessa von der Evangelischen Kirchengemeinde, dessen Ausführungen die historische Bedeutung des Doms und den Bezug zur Gegenwart verdeutlichten. Der Dom St. Marien ist das letzte Zeugnis des längst untergegangenen Bistums Lebus, das vor über 900 Jahren gegründet wurde. Im vergangenen Jahr wurde dieses Erbe mit zahlreichen Bischöfen gefeiert. Lebus reichte weit nach Westen und war immer wieder zwischen den Interessen der Brandenburger und Magdeburger Bischöfe zerrieben ein historisches Symbol für Herausforderungen und kreative Lösungen. Pfarrer Jessa betonte, dass der Dom zugleich Zeugnis der Tatkraft Fürstenwaldes sei, 1945 waren 85 Prozent zerstört, die Menschen standen unter freiem Himmel. Dennoch sei der Wiederaufbau dank Engagement, Verantwortungsbereitschaft und Kompromissfähigkeit der Bürger gelungen. Heute diene der Dom nicht nur als Ort des Gebets, sondern auch als Treffpunkt für Politik und Gemeinschaft ein Symbol für das „Dazwischen“, das Zusammenarbeit und Orientierung ermögliche.

Jessa führte weiter aus, dass gerade in einem Wahljahr deutlich werde, wie Verantwortung verbinden könne. Trotz unterschiedlicher Interessen habe die Stadt jemanden gefunden, der ohne Provokation, mit Sachverstand und Respekt agiere ein Stilwechsel, der Zusammenhalt signalisiere. Er betonte zudem die Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ als Orientierung. Neue Wege seien immer möglich, auch wenn sie zunächst schwer erscheinen. Wer Verantwortung übernimmt und Veränderungen wagt, merkt schnell, dass andere denselben Weg gehen. Der Dom bleibe ein sichtbares Zeugnis für Tatkraft, Hoffnung und den Glauben, dass Schritt für Schritt Fortschritt möglich ist – selbst unter schwierigen Bedingungen.

Anschließend richtete Robert Czaplinski den Blick auf die zentrale Aufgabe, Verantwortung für Land, Heimat und die Menschen zu übernehmen. Er betonte die Leitplanken der CDU wirtschaftliche Vernunft, innere Sicherheit, geordnete Migrationspolitik und ein starker Rechtsstaat und machte deutlich, dass Verantwortung nicht in Berlin endet, sondern auch auf Landes- und Kreisebene Prioritäten gesetzt werden müssen. Czaplinski hob hervor, dass ländliche Räume gestärkt, Infrastruktur gesichert, Bildung gefördert und innere Sicherheit gewährleistet werden müssen trotz knapper Haushalte. Er verwies auf laufende Investitionen im Landkreis und betonte, dass kluge Entscheidungen Sparen und gesellschaftliche Strukturen in Einklang bringen. Die CDU wirke dabei durch Mandatsträger, Bürgermeister und die Kreistagsfraktion mit Transparenz, Bürgernähe und klaren Entscheidungen.

Abschließend dankte Czaplinski allen Mitgliedern für ihr Engagement und betonte die Bedeutung von Zusammenhalt, guter Zusammenarbeit und einer geschlossenen Fraktionsklausur. Sein Fazit lautete, nicht nur reagieren, sondern gestalten, nicht nur verwalten, sondern führen, nicht nur diskutieren, sondern überzeugen für den Landkreis und eine starke Zukunft. Darauf folgte die Festrede von Knut Abraham, CDU-Abgeordneter des Deutschen Bundestages, der auf seine langjährige Verbindung zu Polen verwies und die Bedeutung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit auf kommunaler und wirtschaftlicher Ebene hervorhob. Zugleich betonte Abraham die Herausforderungen Deutschlands, darunter Reformen im Sozialwesen, Bürokratieabbau und Energiepolitik, sowie die Notwendigkeit, Fachkräfte länger im Arbeitsleben zu halten. Abschließend unterstrich er, dass Geduld, Überzeugung und Zusammenarbeit entscheidend seien, um diese Aufgaben erfolgreich zu meistern.

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