Steigerung beim Einsammeln von Bio-Abfällen
Das gilt vor allem für sogenannte herrenlose beziehungsweise illegal entsorgte Abfälle. Die Menge der eingesammelten Bio- und Grünabfälle ist hingegen leicht angestiegen. Dieser Anstieg ist positiv zu bewerten, weil er ein Zeichen für eine bessere Trennung von Bioabfällen in den Haushalten ist. Die Menge der in Brandenburg erzeugten gefährlichen Abfälle blieb in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die grenzüberschreitende Abfallverbringung und -entsorgung erreicht erneut ein ZehnJahres-Hoch. Im Jahr 2024 sind in Brandenburg 1.099.000 Tonnen Siedlungsabfälle angefallen. Davon hat jede Einwohner in Brandenburg etwa 430 Kilogramm Abfälle erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang an circa 20.000 Tonnen zu verzeichnen, welcher im Wesentlichen aus dem Rückgang an Bau- und Abbruchabfällen resultiert, welche an den Wertstoffhöfen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger beziehungsweise der von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern betriebenen Deponien angenommen wurden. Dementgegen hat sich das Aufkommen der festen Siedlungsabfälle um 12.000 Tonnen, aber auch das Wertstoffaufkommen um 4.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Bio- und Grünabfall
Mit dem bereits etablierten Biotonnenangebot wurden insgesamt 228.000 Tonnen beziehungsweise 89 Kilogramm pro Einwohnerin und Einwohner und Jahr Bioabfälle als Teil der Siedlungsabfälle gesammelt. Hierunter 84.000 Tonnen mittels Biotonne und 144.000 Tonnen kompostierbare Garten- und Parkabfälle. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die erfasste Bioabfallmenge insgesamt um 6.000 Tonnen gesteigert.
Herrenlose Abfälle
Im Jahr 2024 wurden in Brandenburg 5.033 Tonnen herrenlose beziehungsweise illegal entsorgte Abfälle aufgenommen und dann ordnungsgemäß entsorgt. Die Menge hat sich gegenüber dem Jahr 2023 erneut um etwa 240 Tonnen reduziert. Dies bedeutet aber noch lange keinen Grund zur Freude, denn jedes weggeworfene beziehungsweise illegal entsorgte Stück Abfall verschandelt die Umwelt und birgt die Gefahr, natürliche Ressourcen über Jahre zu schädigen oder gar ganz zu zerstören. Für die Entsorgung der herrenlosen Abfälle, wie zum Beispiel gemischte Siedlungsabfälle, Sperrmüll, Bau- und Abbruchabfälle sowie Altreifen, aber auch Problemstoffe oder Bioabfälle mussten rund 2,0 Millionen Euro aufgewendet werden.
Bilanz gefährlicher Abfälle 2024
Die Menge der in Brandenburg erzeugten gefährlichen Abfälle blieb mit 979.000 Tonnen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die in Brandenburg entsorgten gefährlichen Abfallmengen stiegen erneut gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 Prozent auf 1.346.000 Tonnen. Die für 2024 festzustellende Erhöhung der entsorgten gefährlichen Abfälle ging auf eine Steigerung der entsorgten Bauabfallmengen, der Industrieschlämme und der Altfahrzeugmengen zurück.
Umsetzung und Ergebnisse des Abfallvermeidungsprogrammes
Die Broschüre „Daten und Informationen zur Abfallwirtschaft“ mit der Bilanz 2024 enthält erneut eine Kurzübersicht über die Umsetzung und die Ergebnisse des Abfallvermeidungspro-grammes des Bundes in den Gebieten der brandenburgischen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Mit entsprechenden Tabellen werden die zahlreichen Abfallvermeidungsmaßnahmen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger dargestellt. Neben diversen Informationsmaßnahmen zum Thema Abfallvermeidung konnten einzelne Projekte zur Abfallvermeidung materiell oder sogar finanziell unterstützen.


