Festlicher Neujahrsempfang in Erkner

Die Gesellschaft für Arbeit und Soziales e.V. hat ihr 35-jähriges Bestehen mit einem festlichen Neujahrsempfang in ihrer Hauptgeschäftsstelle in Erkner gefeiert. Mehr als 70 Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Verbänden und Wirtschaft folgten der Einladung.

In seiner Festrede blickte der Vorstandsvorsitzende Siegfried Unger auf die Entwicklung des Vereins zurück. Gegründet wurde die GefAS 1990 vor dem Hintergrund tiefgreifender sozialer Umbrüche nach der Auflösung des FDGB. Ziel war es, Arbeitnehmer im Osten Deutschlands rechtlich und sozial zu unterstützen. In den 1990er-Jahren baute der Verein mit Unterstützung von Fördermitteln ein Netz von Sozialberatungsstellen in zahlreichen Städten der ehemaligen DDR auf und leistete kostenlose Beratung für tausende Betroffene. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die GefAS von der reinen Sozial- und Rechtsberatung hin zu einem breit aufgestellten sozialen Träger. Heute engagiert sich der Verein unter anderem in der Armutsbekämpfung, der Tafelarbeit, der Schuldner- und Sozialberatung, der Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Migrationsarbeit. Für sein Engagement erhielt die GefAS zweimal den Landesintegrationspreis Brandenburg. Seit 2007 ist der Verein zudem in europäischen Sozialprojekten aktiv.

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Ein zentrales Thema der Rede war die Sicherung des Standorts Erkner. Unger betonte die Bedeutung der Hauptgeschäftsstelle für die Arbeit des Vereins und rief Politik und Bürgerschaft zur Unterstützung auf. Angesichts wachsender Armut infolge von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten sei die Nachfrage nach sozialen Angeboten weiterhin hoch. Besondere Aufmerksamkeit galt der Tafelarbeit der GefAS, die sich durch lange Öffnungszeiten, freien Warenzugang und einen würdevollen Umgang mit den Nutzern auszeichnet. Der Verein fordert von Landkreis und Kommunen ein klares Bekenntnis zur sozialen Infrastruktur und eine stärkere Anerkennung der gemeinwohlorientierten Arbeit. Zum Abschluss dankte Unger den rund 50 hauptamtlichen Mitarbeitenden, über 130 Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Unterstützern, Spendern und Kooperationspartnern. Im Anschluss an die Festrede wurden fünf Gründungsmitglieder geehrt. Grußworte der Gäste und der Auftritt des Ernst-Busch-Chores rundeten die Jubiläumsveranstaltung ab.

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