Verlässlicher Partner für Politik, Zahnärzteschaft und Patienten
Am 16. Februar vor 35 Jahren gründete sich die Landeszahnärztekammer Brandenburg. Während einer Feierstunde war dies ein guter Anlass, Resümee über Erreichtes zu ziehen und den Ausblick auf anstehende dringende Aufgaben zu richten. Präsidentin Dr. Romy Ermler würdigte in ihrer Ansprache die Gründungsmitglieder, die politischen Wegbegleiter sowie die enge Zusammenarbeit mit Partnerkammern und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg. „35 Jahre Mut, Wandel und ein gemeinsamer Weg“ unter dieses Motto stellte Dr. Ermler die Entwicklung der brandenburgischen Zahnärzteschaft seit der Gründung am 16. Februar 1991.
In einer Zeit des Umbruchs sei es gelungen, eine starke freiberufliche Selbstverwaltung aufzubauen, die bis heute tragfähig ist. Besonders hob sie das Engagement des ersten und bis 2025 einzigen Kammerpräsidenten Jürgen Herbert hervor, der „das Fundament gegossen hat, auf dem wir heute stehen“. In Anerkennung dieser
unvergleichlichen Verdienste erhielt Jürgen Herbert, seit 2025 Ehrenpräsident, die erstmals herausgegebene „Ehrenmedaille der Landeszahnärztekammer“.
Gleichzeitig richtete die Präsidentin deutliche Worte an die Politik. Die aktuellen gesundheitspolitischen Debatten zeigten, wie wichtig eine starke Selbstverwaltung ist. Dr. Ermler kritisierte die Rückkehr
alter Sparideen, die massive Bürokratielast in den Praxen sowie die seit Jahrzehnten unveränderte Honorierung der privaten zahnärztlichen Leistungen Die GOZ ist älter als unsere Kammer.
High‑Tech‑Medizin von heute lässt sich nicht mit Punktwerten aus dem letzten Jahrtausend finanzieren!
Die brandenburgische Zahnärzteschaft habe in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, was durch Prävention, Kooperation und Innovationskraft möglich sei. Programme wie die Gruppenprophylaxe, „Kita mit Biss“ oder die zahnmedizinische Ausbildung an der Medizinischen Hochschule Brandenburg seien bundesweit sichtbare Erfolge.
Gleichzeitig sei der Berufsstand ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor im Land, der Arbeitsplätze schafft und zur Gesundheit der Bevölkerung beiträgt. Mit Blick auf die kommenden politischen Entscheidungen – von Reformen des dualen Systems bis zur Fachkräftesicherung – kündigte Dr. Ermler an, sich weiterhin aktiv einzubringen. Die Zahnärzteschaft Brandenburgs stehe geschlossen für eine Versorgung, die den Menschen dient gestern, heute und morgen.

