Elfmeter und Effizienz entscheiden die Partie
Von Anfang bis nahezu zum Ende der Partie zwischen dem FSV Union Fürstenwalde II und MTV Wünsdorf 1910 gaben die Gäste mit vielen erfolgversprechenden Spielzügen die Marschrichtung vor. In der ersten Halbzeit tasteten sich beide Teams ab und übten Druck aufeinander aus, mit schnellen und koordinierten Angriffen. Wünsdorf spielte sich seine Chance gut heraus und umkurvte die Abwehr – es stand 0:1 für die Gäste. Seitenlinie und Torwart machten weiter Mut, denn noch war Zeit, diesen Makel auszuwetzen. Nur wenig später, nach einer Ecke in der 20. Minute auf Wünsdorfer Seite, schlug Union zurück. Der Ball flog nahezu unberührt über die Köpfe, Tom Haak stand frei auf der linken Seite, nahm den Ball im Flug kraftvoll an, und er schlug wie im 90-Grad-Winkel unhaltbar ein. Kurze Freude, dann ging es weiter. Daraus entwickelte sich zunehmend eine schnelle Partie. Beide Teams drängten auf das zweite Tor. Folgenschwer für Union kamen die Wünsdorfer zweifelhaft zu ihrem zweiten Treffer. Abwehrspieler Lorenzo Gruno hielt Schritt, wollte den heranstürmenden Kapitän Spartak Doda ins Leere laufen lassen eine hauchdünne Berührung, Doda fiel im Strafraum, und Schiedsrichter Reik Wolke ahndete sofort das Vergehen: Elfmeter, 1:2 für Wünsdorf. Danach gab es kein Halten mehr. Union setzte nun vermehrt auf schnelle Angriffstaktiken, hielt Wünsdorf vom Leibe und sorgte mit erstaunlicher Präzision für Möglichkeiten. Es gab einen Freistoß aus halblinker Position, der leicht, aber kräftig geschossen nur Millimeter über die Latte flog, wobei sich Serge Metchop ganz schön strecken musste. Wenig später wurde Union in der Wünsdorfer Hälfte gestoppt, und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt die Revanche, der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Straff geschossen, doch mit Flummi-Effekt sprang der Ball nicht ins Tor.
Dann folgte der schnelle Gegenangriff mit Doda, der wie ein Wiesel kreuz und quer über den Platz rannte. Unions Abwehr hächelte hinterher, doch der Ball ging gefährlich rechts am Tor vorbei.
Wünsdorf machte weiter Druck, Union kam nur sporadisch zum Zug. Das nutzten die Gäste, und mit kurzem Passspiel sowie winkelartigen Spielzügen waren sie den Unionern überlegen. Allerdings kamen sie bis zur Pause nicht mehr zum Torerfolg. Nach Wiederanpfiff, wie ausgewechselt, machte Union vieles richtig, doch das Tor der Gäste in der 57. Minute durch Jürgen Ivanenko konnten sie nicht verhindern. 1:3 war auch das Endergebnis der Partie.


