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Bildung

Feierlicher Spatenstich

JuSeV legt den Grundstein für die Schule der Zukunft

Erschienen am Donnerstag, 24. September 2026 Lesezeit 5 Min.

Mit der feierlichen Grundsteinlegung wurde der Erweiterungsbau der Evangelischen Grundschule „Pfarrer Bräuer“ in Rauen, getragen vom JuSeV Jugendhilfe und Sozialarbeit e. V., feierlich auf den Weg gebracht. Die Fachbereichsleiterin für Schulen und Horte, Mandy Garnitz, stellte zu Beginn die Entwicklung der Rauner Grundschule in den Mittelpunkt. Die Schule wächst, derzeit besuchen rund 185 Kinder die Schule. Die vorhandenen Räumlichkeiten reichen deshalb zunehmend nicht mehr aus. Der Erweiterungsbau soll dafür sorgen, dass die Schule auch künftig genügend Platz für die wachsende Zahl an Schülern bietet. Dabei blickt die Schulleitung nicht nur auf die aktuelle Baustelle, sondern bewusst auf das, was daraus entstehen wird, wir sehen schon Zukunft sagte sie. Wir sehen Kinder, die hier lernen in einem modernen Lernhaus. Die Baustelle wird damit als sichtbares Zeichen für die Zukunft der Schule verstanden. Der Spatenstich ist für Garnitz nicht nur der Start eines Bauprojekts, sondern auch das Ergebnis eines längeren gemeinsamen Planungsprozesses. Zahlreiche Beteiligte haben daran mitgewirkt. Dazu gehören der Schulträger JuSeV, die Architektin und das Planungsteam sowie der Generalübernehmer Goldbeck als ausführendes Unternehmen sowie die Verantwortlichen der Schule. Besonders wichtig sei die enge Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Planung und Bauunternehmen gewesen. Gemeinsam wurden die Gestaltung und die Anforderungen an die zukünftigen Räume entwickelt. Dabei ging es nicht ausschließlich um einen zusätzlichen Baukörper, sondern auch um die Frage, wie eine moderne Schule auszusehen und funktionieren kann.

Holger Schöfisch, Niederlassungsleiter der Goldbeck-Niederlassung für Schulgebäude in Schönefeld, bezeichnete den Spatenstich als Start für ein kleines, aber für die Region wichtiges Bildungsprojekt. Mit der systematisierten Bauweise, einem hohen Vorfertigungsgrad und der engen Zusammenarbeit mit regionalen Nachunternehmen verfolgt Goldbeck das Ziel, effizient, terminsicher und in hoher Qualität zu bauen. So soll ein auf die Bedürfnisse von Kindern und Lehrkräften zugeschnittenes Schulgebäude entstehen ein moderner Lern und Betreuungsort für Bildung und Gemeinschaft. In einem Jahr wolle man sich zur Fertigstellung wiedersehen.

Zum offiziellen Baubeginn überbrachte die Kirchengemeinde herzliche Grüße und Segenswünsche. Der Erweiterungsbau sei ein neuer Abschnitt für die wachsende Schule und das Ergebnis des gemeinsamen Wirkens vieler Beteiligter. Dabei wurde der christliche Gedanke des festen Fundaments aufgegriffen: So wie ein Haus einen stabilen Grund braucht, benötigen auch Menschen Halt und Vertrauen. Mit dem biblischen Bild vom Haus auf dem Felsen wurde daran erinnert, dass ein festes Fundament auch Wind und Sturm standhalten kann. Abschließend wurde um Gottes Segen für den Bau und alle Beteiligten gebeten sowie darum, dass die Kinder hier einen Ort finden, an dem sie fröhlich lernen, wachsen und sich wohlfühlen können.

Rauens Bürgermeister Michael Paul betonte die Bedeutung der Schule für die Gemeinde. Vor einigen Jahren habe es Zweifel gegeben, ob eine Grundschule in freier Trägerschaft im Ort dauerhaft bestehen könne. Heute zeige sich das Gegenteil. Besonders dankt er den Schulträgern dem Vorstand der JuSeV Christoph Ritter und Frank Würdisch, die sich bewusst für Rauen entschieden und mit persönlichem Einsatz und Risiko zum Aufbau der Schule beigetragen haben. Die Gemeindevertretung so Paul unterstützt den Erweiterungsbau einstimmig. Für den Bürgermeister ist die Schule ein wichtiger Bestandteil der Dorfentwicklung. Ein Ort mit Schule bleibt lebendig und attraktiv für Familien. Deshalb sei der Erweiterungsbau kein Luxus, sondern notwendig für die Zukunft Rauens. Zum Abschluss wünscht er den Bauleuten sichere Arbeit, gutes Wetter und einen planmäßigen Bauverlauf mit dem Ziel, in einem Jahr gemeinsam die Einweihung zu feiern und die Kinder als Erste durch die neue Tür laufen zu sehen.

Kleine Anekdote am Rande

Die Bauleute hatten sich wohl gewundert, dass der Baugrund bereits recht plan war. Das rührt offenbar von den Bestrebungen in den 1950er-Jahren her, so die Erinnerung der damals Jüngsten und heutigen Älteren. Es sollte Freiraum für ein größeres Sportfeld für Rauen geschaffen werden. Die sowjetischen Streitkräfte sorgten damals für die notwendige Technik zum Planieren des Geländes. Doch schneller als gedacht war Schluss mit den Arbeiten, denn es stellte sich heraus, dass das Grundstück dem Kirchenkreis gehörte. Damit waren die Bemühungen beendet.


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