Spezialisierung und regionale Verankerung im Fokus

Anlässlich der Feierlichkeiten zur Einführung der Beamtenlaufbahnausbildung im mittleren Justizdienst hat Justizministerin Susanne Hoffmann in der Justizakademie in Königs Wusterhausen im Beisein des Präsidenten des Brandenburgischen Oberlandesgerichts ein Grußwort an die neuen Justizanwärter gerichtet. Die Auftaktveranstaltung für den ersten Jahrgang der Laufbahnausbildung mit 30 sorgfältig aus 121 Bewerbern ausgewählten Teilnehmern im Altersdurchschnitt von unter 19 Jahren markierte den Höhepunkt der Reform der Ausbildung des mittleren Dienstes der Brandenburger Justiz.

Die Justiz steht vor einem Generationswechsel. In den Serviceeinheiten der Gerichte und Staatsanwaltschaften muss in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Altersabgängen kompensiert werden. Die Reformierung der Ausbildung ist ein strategischer Schritt, um die Zukunftsfähigkeit des Justizsystems zu gewährleisten. Innovative zentralisierte Theorieeinheiten an der Justizakademie und praxisorientierte Module bei Amts- oder Landgerichten ermöglichen den Anwärterinnen und Anwärtern, ihre berufliche Laufbahn in ihrer Heimatregion zu beginnen, und bieten die Perspektive, als Lebenszeitbeamte dort weiterzuarbeiten, wo die Justiz sie am dringendsten benötigt. Attraktive Anwärterbezüge und Anfangsgehälter sowie spannende und vielfältige Tätigkeiten, die fundierte Fachkenntnisse, Eigeninitiative und Verantwortung erfordern, erwarten die Nachwuchskräfte. Oft sind sie erste Ansprechperson für Rat suchende Bürger bei der Justiz. Zugleich unterstützen sie die Rechtspfleger und Richter bei ihren Aufgaben und bilden das Rückgrat eines jeden Gerichts und einer jeden Staatsanwaltschaft.

Die Konzentration auf justizspezifische Schlüsselqualifikationen ermöglicht eine Verkürzung der Ausbildung auf zwei Jahre und fördert die Identifikation mit der Justiz. Die Einführung der Beamtenlaufbahn stärkt die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der Brandenburger Justiz und trägt damit wesentlich zu ihrer Stabilität und Weiterentwicklung bei.

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Justizministerin Susanne Hoffmann: „Die Nähe zum Bürger ist im mittleren Justizdienst essentiell. Es hängt von der Kommunikationsfähigkeit und Kompetenz dieser Dienstgruppe ab, ob die hohen Erwartungen der Bürger in die Justiz erfüllt werden. Die Berufsausübung erfordert daher ein außergewöhnliches Maß an Kooperation, Kommunikation, Sorgfalt und Empathie. Mit der Einführung der neuen Laufbahnausbildung konnten wir zahlreiche junge Menschen für den Justizdienst gewinnen. Das enorme Interesse an der Ausbildung bestärkt mich in der Überzeugung, dass wir die richtigen Impulse gesetzt haben, um Fachkräfte für die Zukunft zu sichern und die Justiz als Institution zu stärken.“

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