Volle Konzentration im Sattel
Reitertag in Molkenberg mit sportlichem Ehrgeiz
Erschienen am Donnerstag, 8. Oktober 2026 Lesezeit 3 Min.
Der traditionelle Reitertag des Ländlichen Reitervereins Fürstenwalde im Ortsteil Molkenberg fand am 3. Oktober großen Anklang. Die noch etwas frischen Temperaturen am Morgen wichen zunehmend der Wärme. Noch sind alle damit beschäftigt, die einzelnen Stationen zu besetzen, aber dem frischen Duft von Kaffee und Kuchen konnte kaum einer widerstehen. Währenddessen hatten die jungen Finalistinnen schon ihre Ponys geputzt, die Mähnen zu Zöpfen geflochten und sich und das Pony auf den Wettbewerb vorbereitet. „Warum sagen hier eigentlich alle Pony zum Pferd?“, frage ich Chris Seker und bekomme eine überraschend genaue Antwort. Als Pony gilt offiziell ein Pferd mit einer Schulterhöhe von höchstens 1,48 Metern. Alles darüber ist dann eben ein Pferd. Klar. Es ist noch etwas Zeit, um zu erfahren, wie das vielschichtige Regelwerk beim Reitertag ist. Ein wichtiges Reglement, das jeder Reiter bei der Teilnahme an den Wettbewerben befolgen muss, betrifft das Turnieroutfit. Darauf achten die Richter besonders genau. Offene Haare sind während des Wettbewerbs nicht erwünscht, bei Mädchen und Frauen sollen sie ordentlich zusammengebunden, möglichst zu einem Dutt, getragen werden. Idealerweise tragen die Reiter eine helle Hose und ein dunkles Sakko. Zur vorgeschriebenen Ausrüstung gehören außerdem Reitstiefel, Reitkappe und Handschuhe.
Die spürbare Nervosität nahm zu, je näher der Starttermin kam. Erst kurz vor dem Start trat die konzentrierte Fokussierung auf den Wettbewerb ein. Dabei bewerten die Wertungsrichter das harmonische Gesamtbild des Reiter-Pferd-Paares. Darunter zählen unter anderem ausbalancierter Sitz, Takt und Losgelassenheit, präzise Bahnfiguren, feine Hilfengebungen und gepflegte Übergänge, um nur einiges zu nennen.
Die Wettbewerbsjury traf ein und nahm Platz mit breiter Sicht auf die gesandete Wettbewerbs-Koppel. Begrüßt wurden sie durch den Vereinsvorsitzenden des Ländlichen Reitervereins Fürstenwalde, Wolfgang Kallnischkie, und Chris Seker. Gemeinsam haben sie mit dem Team des Reitvereins diesen traditionellen Reitertag, der sich seit Jahren großer Beliebtheit erfreut, organisiert. Alle relevanten Ausschreibungsvorgaben waren zudem erfüllt, bis hin zum geforderten Veterinär, der selbstverständlich mit vor Ort war. Rund 100 Reiter hatten sich auf die Ausschreibung zu den Wettbewerben gemeldet. Damit erfolgte pünktlich um 9 Uhr der erste Wettbewerbspunkt, der Dressurwettbewerb DW3. Das gute Wetter spielte dem Reitertag in die Karten, viele Interessierte nutzten den Tag, um dabei zu sein.
Auf dem Programm standen weitere Wettbewerbe für unterschiedliche Leistungs- und Altersklassen. Dazu zählten insgesamt acht Disziplinen wie der Dressurwettbewerb A5/1, der Reiterwettbewerb im Schritt/Trab und Galopp sowie Führzügelwettbewerb, Caprilli-Test, Kreuzspringen 40 cm und Stilspring-Wettbewerb 60 cm. Der Reitertag zeigte damit nicht nur die sportliche Seite des Vereins, sondern auch dessen Bedeutung für den Nachwuchs und das gemeinschaftliche Vereinsleben. Im Mittelpunkt standen die Freude am Reitsport, der verantwortungsvolle Umgang mit den Pferden und ein abwechslungsreicher Tag für Reiter und Gäste in Molkenberg.




