Wenn Kinder innere Stärke lernen
der Karl Bröcker Stiftung fördert mentale Gesundheit von Kindern
Erschienen am Donnerstag, 15. Oktober 2026 Lesezeit 3 Min.
Streit mit einem Freund, Frust über eine schwierige Aufgabe, Angst vor einer neuen Situation oder einfach ein Tag, an dem alles zu viel wird: Kinder erleben im Alltag viele Momente, die sie vor Herausforderungen stellen. Doch wie können sie lernen, mit solchen Situationen umzugehen? Wie können sie ihre eigenen Gefühle besser verstehen, Lösungen finden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln? Genau hier setzt ein neues Resilienzprojekt der Karl Bröcker Stiftung aus Lippstadt an. Passend zum Tag der psychischen Gesundheit rückt sie ein Thema in den Mittelpunkt, das angesichts zunehmender psychischer Belastungen von Kindern immer wichtiger wird. Auch die Bundesschülerkonferenz fordert in ihrem Zehn-Punkte-Plan, die mentale Gesundheit junger Menschen stärker in den Fokus von Politik und Gesellschaft zu rücken. Das zweijährige Pilotprojekt fördert die Resilienz von Kita- und Grundschulkindern auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse der Evangelischen Hochschule Freiburg. Im Mittelpunkt steht ein systemischer Ansatz: Zunächst werden pädagogische Fachkräfte gestärkt, anschließend die Eltern einbezogen, bevor das Programm mit den Kindern umgesetzt wird. Ziel ist es, Resilienz nicht nur in einzelnen Projekteinheiten zu vermitteln, sondern dauerhaft im Alltag der Einrichtungen zu verankern. Mit unserem Pilotprojekt möchten wir zeigen, dass Resilienzförderung nachhaltig wirkt, wenn sie fester Bestandteil des pädagogischen Alltags wird. Deshalb begleiten wir das Projekt über zwei Jahre und sammeln Wirksamkeitsdaten. Unser Ziel ist es, belastbare Erkenntnisse zu gewinnen, die den Weg für eine langfristige Verankerung solcher Programme ebnen können, erklärt Eva Beyerstedt, Büroleitung der der Karl Bröcker Stiftung. Welche Wirkung dieser Ansatz entfalten kann, zeigt auch eine Rückmeldung aus dem Forschungsprojekt der Evangelischen Hochschule Freiburg: Zwei schwierige Kinder sind richtig fröhliche Kinder geworden. Es passte gut in eine Zeit, in der ich an die Grenze meiner Professionalität gekommen bin. Am Pilotprojekt nehmen in Fürstenwalde der CTA-Kulturverein in Kooperation mit der Sonnengrundschule und der Theodor-Fontane-Grundschule, der Südclub und die Waldfürsten teil. Vier weitere Einrichtungen in Lippstadt sind außerdem Teil des Projektes.




