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Wirtschaft

Zuwenig Lohn für harte Arbeit

Lohn Verhandlungen auf Sparflame

Erschienen am Donnerstag, 29. Oktober 2026 Lesezeit 2 Min.

Sauber machen und dafür sauber bezahlt werden das wollen die rund 640 Beschäftigten, die im Landkreis Oder-Spree in der Gebäudereinigung arbeiten. „Doch auf ein ordentliches Lohn-Plus warten Reinigungskräfte bislang vergeblich. Die Arbeitgeber schalten am Tariftisch auf stur, sagt Astrid Gehrke von der IG Bau Oderland.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert 2 Euro pro Stunde mehr. Dann würde der Stundenlohn für eine Gebäudereinigerin bei 17 Euro liegen. Doch die Arbeitgeber treten gewaltig auf die Lohn-Bremse. Erst ab Mai nächsten Jahres soll es 1,8 Prozent und damit lediglich 27 Cent pro Stunde mehr geben. Das ist eine Farce. Denn das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen. Weigern sich die Unternehmen weiterhin hartnäckig, ein ordentliches Angebot auf den Tisch zu legen, dann werden viele Reinigungskräfte den Stecker vom Staubsauger ziehen. Sie hängen ihren Job an den Nagel und suchen sich etwas anderes, warnt Astrid Gehrke. Das würde die Betriebe in erhebliche Schwierigkeiten bringen. Denn das Personal in der Branche sei knapp. Insgesamt gibt es im Landkreis Oder-Spree 48 Gebäudereinigungsunternehmen. Die Vorsitzende der IG Bau Oderland wird dabei deutlich, ab Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde. Eine Gebäudereinigerin verdient aktuell aber nur knapp darüber nämlich 15 Euro. Warum soll sie für 40 Cent mehr ihren Wecker auf 3 Uhr morgens stellen, in aller Herrgottsfrühe aufstehen und sich dann auch noch krummmachen? Einen Job zum gesetzlichen Mindestlohn findet sie allemal auch woanders, so die Gewerkschafterin. Immerhin sei die Arbeit in der Gebäudereinigung auch noch „körperlich harter und obendrein ein Knochenjob.

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