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Familie

Verein testet auf dem Marktplatz Brunnenwasser

Labormobil macht am 25. August in Fürstenwalde Station

Erschienen am Donnerstag, 20. August 2026 Lesezeit 3 Min.

Bei sommerlichen Temperaturen ist es sinnvoll, zum Gießen von Gemüse oder zum Befüllen eines Kinder-Planschbeckens Brunnenwasser zu verwenden. Damit wird kostbares Leitungswasser gespart. Allerdings ist es wichtig, gesundheitsgefährdende Belastungen auszuschließen. Brunnenbesitzer haben nun wieder die Möglichkeit eine Brunnenwasseranalyse durchführen zu lassen. Am 25. August macht das Labormobil von 15 bis 17 Uhr in Fürstenwalde auf dem Marktplatz Station. Harald Gülzow und Frank Hage, die sich in der gemeinnützigen Organisation engagieren, nehmen in dieser Zeit wieder die Proben der Bürger entgegen. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass mehr Brunnenwasser statt dem kostbaren Leitungswasser verwendet wird. Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet, erklärt Harald Gülzow. Im Labormobil untersucht er wieder gegen eine geringe Beteiligung von zwölf Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Diese Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer bereits noch am Infostand am Ende der Aktion. Gegen eine weitere Kostenbeteiligung können auch zusätzliche Parameter analysiert werden. Durch die ergänzenden Untersuchungen erfahren die Brunnenbesitzer, ob das Wasser zum Gemüse gießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist. Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist, betont Frank Hage. Diese Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. Die Gewässerexperten bieten zusätzlich jeden Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr eine telefonische Beratung unter 02831 9763342 an.

Eine Beprobung des Gartenbrunnens ist ganz einfach. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt zur Probenahme 0,5 l Mineralwasserflaschen aus Kunststoff zu nutzen. „Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen ohne den Deckel oder Flasche von innen zu berühren“, ergänzt Harald Gülzow.

Die aktuellen Messergebnisse aus dem Kreis Oder-Spree finden alle Interessierten auf der Homepage vom VSR-Gewässerschutz.
https://vsr-gewaesserschutz.de/regionales/brandenburg-berlin/kreis-oder-spree/brunnen

Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und engagiert sich für den Schutz des Grundwassers und der Gewässer. Die gemeinnützige Organisation führt eigene Untersuchungen durch. Die Beprobung von Flüssen und Bächen kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist der Verein jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.

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