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Sport

Von der Bank zum Pokalhelden

Juri Schaaf bringt Rauen auf die Siegerstraße

Erschienen am Donnerstag, 20. August 2026 Lesezeit 4 Min.

Freitagabend bei relativ normalen Temperaturen trafen sich in der Pokal-Ausscheidungsrunde des Ostbrandenburgpokals der Wacker Herzfelde 1925 und die SG Rauen in Herzfelde. In weiser Voraussicht auf den darauffolgenden Tag, der einen Hitzerekord prognostizierte, hatten sich beide Vereine darauf rechtzeitig geeinigt, das Pokalspiel vorzuziehen. Beide Teams waren gut aufgestellt und die Partie nahm um 19 Uhr in der abendlichen Stimmung unter Leitung von Schiedsrichterin Lara Sophie Günther ihren Lauf. Wacker ging sofort in die Offensive und überrumpelte mit schnellen Flügelbewegungen die noch etwas unsicheren Rauener, die noch in der Abtastphase waren. Jedoch hatten sie es schwer, an der Abwehr vorbeizukommen, da die Passgenauigkeit unter den Herzfeldern nicht effizient genug war und der Rauener Abwehrstratege Julien Behnke sich auf seiner Position austobte. Doch das tat dem Offensivverhalten der Herzfelder keinen Abbruch, es ging nur in eine Richtung. Es hat aber nur 12 Minuten gedauert, bis sich Rauen organisiert hatte und die Offensive unterband. In der 14. Minute kommt es zum Showdown nach einem Durchbruch mit Hähnlein, der durch die Mitte passte auf Götze, der konnte sich aber noch nicht durchsetzen, Tormann Zipper lenkte ins Aus. Die Ecke kam zwar gut, aber Wacker hielt sich frei. Wenig später kam es zu einem Abspielfehler durch Rauen. Wacker nahm die Offerte an, ging über rechts und setzte aus der Distanz einen straffen Schuss nur knapp am Tor vorbei. Das Spiel wechselt sich durch die Teams. In der 25. Minute kommt Rauen zu einer guten Gelegenheit. Ein Ball aus dem Mittelfeld ging in die Spitze, Zipper kommt schnell entgegen, verunsichert, und der Rauener Angriff verpufft. Beide Teams versuchen immer wieder, sich zu empfehlen. Das Verjüngen der Rauener Mannschaft, so Niespodziany, zeigt Wirkung. Auch wenn der Ball verloren geht, Aufgeben gibt es für die Spieler natürlich nicht. 40. Minute, ein unglücklicher Moment, nach einer tollen Parade verletzt sich der Torhüter von Wacker, Daniel Zipper. Er versucht es noch, aber schlussendlich verlässt er zum Ende der ersten Halbzeit das Spiel. Für ihn kommt Tom Schilling, der ebenso aktiv ist. Rauen bekommt die vierte Ecke ohne Erfolg, dann geht’s für Wacker schnell über die linke Flanke. Passspiel in die Mitte und Rauen wehrt ab. Sekunden später.

Schnelles Umkehrspiel für Wacker über Cakmak, der passt schnell auf Rogoll und Rauens Abwehr steht wieder wie ein Bollwerk. In der Schlussphase pfeift der Schiri Foul, zwar für Wacker, aber diese waren gerade zur Höchstleistung aufgelaufen. Ein kleines „Tätä“, dann aus Komfortlage halb rechts vor dem Tor, verreißt Zehmke den etwaigen Führungstreffer für Wacker. Rauen wechselt, ein Glücksgriff? Für Tino Lamm kommt Juri Schaaf. Nur zehn Minuten später nach seiner Einwechselung macht er den Führungstreffer! Unglaublich, das Heranstürmen auf Schilling, der den Ball nicht kontrollieren konnte, nutzte er seine Chance und schob ein, 0:1. Wacker versuchte zwar noch, aber die Luft war raus. Das 0:2 kommt mit Götze, in der 87. Minute und Berndt markiert in der Schlussminute den Pokalsieg für Rauen in der 90. Minute.

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