Depression, Arthrose oder Wechseljahre?
Viele Beschwerden werden falsch eingeordnet
Erschienen am Donnerstag, 27. August 2026 Lesezeit 3 Min.
Erschöpfung, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Gelenkbeschwerden oder Hitzewallungen: Die Wechseljahre können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Trotzdem fällt es vielen Frauen schwer, Symptome richtig zuzuordnen. Oft beginnt eine lange Suche nach möglichen Ursachen, begleitet von widersprüchlichen Informationen oder Unsicherheit über geeignete Behandlungsmöglichkeiten. Mit dem neuen Wechseljahre-Telefon reagiert die Barmer auf diesen Beratungsbedarf und erweitert ihr Angebot zur Frauengesundheit. Unter der Nummer +49 (0) 89 480 595 84 beraten erfahrene medizinische Expertinnen täglich von 6 bis 24 Uhr kostenfrei zu Beschwerden, Untersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten rund um die Wechseljahre. „Wechseljahre sind keine Randerscheinung, sondern eine Lebensphase, die viele Frauen über Jahre hinweg begleitet. Trotzdem fehlt es gerade bei gesundheitlichen Beschwerden häufig an verständlicher Orientierung. Wir möchten Frauen nicht nur in Berlin und Brandenburg sondern auch bundesweit dabei unterstützen, ihre Symptome besser zu verstehen und gezielt medizinische Unterstützung in Anspruch zu nehmen“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Berlin und Brandenburg.
Fragen & Antworten
Welche weiteren Barmer-Angebote zur Frauengesundheit gibt es?
Ergänzend bietet die Krankenkasse mit dem Leitfaden „Menopause@Work“ Unternehmen und Beschäftigten konkrete Impulse, wie Frauen in den Wechseljahren auch im Arbeitsleben besser unterstützt werden können. Gerade mit Blick auf den Berufsalltag können Informationen und ein offener Umgang mit dem Thema dazu beitragen, Belastungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Weitere Informationen und Angebote zur Frauengesundheit finden Interessierte unter www.barmer.de/frauengesundheit. „Auch am Arbeitsplatz sollte die Menopause kein Tabuthema sein. Firmen können viel tun, damit betroffene Beschäftigte gesund und leistungsfähig durch diese Lebensphase kommen. Dafür braucht es vor allem Wissen, Sensibilität und gute Gesprächsangebote“, sagt die Landeschefin.
Was sind mögliche gesundheitliche Folgen der Wechseljahre?
Hormonelle Veränderungen während und nach den Wechseljahren können langfristig mit erhöhtem Risiko für Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten metabolischen Veränderungen verbunden sein. Zugleich ist die individuelle Situation sehr unterschiedlich. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass Beschwerden nicht immer eindeutig den Wechseljahren zugeordnet werden können. Das kann dazu führen, dass Frauen über längere Zeit nach anderen Ursachen suchen oder Therapien erhalten, die an der eigentlichen Ursache vorbeigehen. Die gesundheitlichen Auswirkungen können zudem über die betroffene Person hinausreichen und beispielsweise das Familien- und Sozialleben oder die berufliche Leistungsfähigkeit beeinflussen. Eine frühzeitige und fundierte Einordnung von Beschwerden in den Wechseljahren kann helfen, unnötige Umwege in der Versorgung zu vermeiden. Deshalb ist es uns wichtig, Frauen in Berlin und Brandenburg aber auch bundesweit einen einfachen Zugang zu medizinischer Information zu ermöglichen und sie darin zu bestärken, gesundheitliche Veränderungen ernst zu nehmen.



