Klangkultur des Kammerorchesters im Wandel der Zeit
Mit dem Weggang von Cornelius During, wie im vierten Teil zum 25- jährigen Jubiläum des Fürstenwalder Kammerorchester „Musikalische Entwicklung-Dirigenten und prägende Jahre“ beschrieben, stellten sich zwei Dirigenten aus Berlin dem Kammerorchester zum Probedirigat vor, begleitet von Spannung, Neugier und der großen Frage: „Wer wird das Kammerorchester künftig musikalisch weiterführen?“ Gefunkt habe es, so beschrieben es die Kammerorchestermusiker bei Yukari Ishimoto, ein Glücksfall wie sich noch herausstellen wird. Ishimoto verfügt über ein breites Konzertrepertoire, das sich von der Musik des Barock bis hin zur zeitgenössischen Moderne erstreckt. Besonders ausgeprägt ist dabei ihre Vorliebe für die sinfonischen Werke der Spätromantik, die in ihrem künstlerischen Schaffen einen wichtigen Schwerpunkt bilden.
Mit Beginn des Schuljahres 2023 übernahm Yukari Ishimoto das Dirigat des Kammerorchesters.
Sie gilt als vielseitige Dirigentin und arbeitet mit unterschiedlichen Ensembles in Berlin vom Schüler- über generationsübergreifende Orchester bis hin zu professionellen Klangkörpern. Durch ihre breite Erfahrung und ihre zahlreichen musikalischen Kontakte eröffnen sich für das Kammerorchester neue Möglichkeiten, insbesondere bei der Gewinnung zusätzlicher Instrumentalisten für Konzerte. Jede Veränderung im Ensemble trägt auch einen leisen Abschied in sich. Junge Musiker verlassen das Orchester, weil neue Lebenswege beginnen, eine Ausbildung, ein Studium, ein Aufbruch ins Unbekannte. Andere langjährige Weggefährten müssen aus gesundheitlichen Gründen ihre Instrumente zur Seite legen und hinterlassen eine spürbare Lücke im gemeinsamen Klang. So steht hinter jedem Ende auch die Erinnerung an viele gemeinsame musikalische Momente, an Konzerte, Proben und Begegnungen, die bleiben, selbst wenn die Stimmen verstummen.Auch wenn das Kammerorchester inzwischen aus rund zwanzig aktiven Musikern besteht, bleibt die Suche nach weiteren interessierten Mitwirkenden ein fortlaufender Bestandteil der Orchesterarbeit.
Unter Yukari Ishimoto wird in einer angenehmen und zugleich konzentrierten Atmosphäre sehr intensiv geprobt. Bereits beim ersten Neujahrskonzert unter ihrer Leitung war eine deutliche klangliche Entwicklung des Orchesters spürbar. Das erste Konzert war das Neujahrskonzert im Dom. Der große Zuspruch des Publikums führte dazu, dass die Plätze im Dom nicht ausreichten und zusätzliche Bänke aufgestellt werden mussten. Die sorgfältig ausgewählte Musikauswahl fand dabei großen Anklang und wurde vom Publikum honoriert. Mit viel Feingefühl und Leichtigkeit versteht sie es zudem, zum Beispiel bei einem weiteren Konzert im Katharina-von-Bora-Haus, die Seniorinnen und Senioren zum gemeinsamen Singen zu bewegen und so musikalische Momente voller Nähe und Freude zu schaffen.
In diesem Jahr feiert das Kammerorchester Fürstenwalde sein
25-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert. Möchten Sie dabei sein? Am 5.Juli um 16 Uhr in der Katholische Kirche am Seilerplatz.



