Bezahlbarer Wohnraum sichert Brandenburgs Zukunft

Brandenburgs oberster Wirtschaftsförderer warnt davor, dass Wohnraum zum limitierenden Faktor für Brandenburgs Wirtschaftsentwicklung wird. Deshalb braucht es endlich einen grundlegenden Systemwechsel, sagt Marek Lipp, stellvertretender Landesvorsitzender der Linken. Brandenburg leidet nicht unter einem Mangel an völlig überteuertem Wohnraum, mit dem private Investoren maximale Profite erwirtschaften. Dagegen gibt es einen eklatanten Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Normalverdiener und Familien. Das ist keine Überraschung. Es ist Ergebnis verfehlter Politik. Seit 1990 hat Brandenburg 94% seiner Sozialwohnungen verloren. Statt 200.000 sind es heute gerade noch etwa 12.000. Die Wohnungen sind zum großen Teil nicht wirklich verschwunden. Sie haben nur in den freien Markt gewechselt. Deshalb brauchen wir den Systemwechsel! Wohnraumförderung darf nur noch an kommunale Unternehmen und gemeinnützige Akteure fließen damit die mit diesen Mitteln gebauten Wohnungen dauerhaft bezahlbar bleiben. Öffentliche Flächen und Wohnungsbestände dürfen nicht länger verkauft werden. Der Spekulation mit dem Grundrecht auf Wohnen muss endlich der Boden entzogen werden! Für unsere Kommunen heißt das, wer große Gewerbeansiedlungen entwickeln will, muss auch den Wohnraum für die dort Arbeitenden und die soziale Infrastruktur, Kitas, Schulen, Gesundheitsversorgung, öffentlichen Verkehr mit entwickeln. Und dafür die öffentliche Verantwortung übernehmen. Unternehmen, die davon profitieren, müssen auch ihren Teil der Kosten tragen. Damit sich Brandenburg nachhaltig und gerecht entwickelt!

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