Gemeinsam für einen gesicherten Unterricht an Brandenburgs Schulen
Unterrichtsausfall zu minimieren, ist ein gemeinsames Anliegen des Landeselternrates Brandenburg und des Bildungsministeriums. Bildungsminister Gordon Hoffmann hat knapp 10.000 gesammelte Unterschriften der Landeselternrates -Aktion „Unterricht statt Ausfall-verlässliche Bildung für Brandenburg“ entgegengenommen. Zwar genügt die Zahl der Unterstützer nicht für eine erfolgreiche Volksinitiative. Dennoch wurde das inhaltliche Ziel erreicht, dass die Vermeidung von Unterrichtsausfall unter den Bedingungen des extremen Lehrkräftemangels langfristig im Fokus von Bildungspolitik bleibt. Natürlich ist jede ausgefallene Unterrichtsstunde eine Stunde zu viel! Unsere Schulleitungen und Lehrkräfte unternehmen schon alles, was in ihrer Macht steht, aber Ausfall lässt sich nicht vollends vermeiden. Wichtig ist, dass wir den Sparkurs bei der Bildung beendet haben und wieder Stellen schaffen, statt Stellen zu streichen. Angesicht der aktuellen Herausforderungen des Lehrkräftemangels hat oberste Priorität, den Unterricht abzusichern und nicht den Ausfall besser statistisch zu erfassen. Auf längere Sicht können wir die Weichen im Strategie- und Beteiligungsprozess stellen, den der Landtag jüngst beschlossen hat. Ich freue mich, dass der Landeselternrat sich daran beteiligen will, so Bildungsminister Gordon Hoffmann. Auch wenn die notwendige Zahl an Unterschriften nicht erreicht wurde, hat die Volksinitiative ihr wichtigstes Ziel erreicht. Die Folgen des Lehrkräftemangels stehen deutlich stärker im öffentlichen Bewusstsein. Während sie im ländlichen Raum schon lange Realität sind, erleben inzwischen auch viele Familien in den bislang vergleichsweise gut versorgten Regionen Brandenburgs Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht. Dieses wachsende Problembewusstsein zeigt, wie wichtig es ist, das Thema dauerhaft auf der bildungspolitischen Agenda zu halten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, sagte Ulrike Mauerberger, Vertreterin der Volksinitiative.
