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Wirtschaft

Die Post langt zu

Briefe werden ab 2027 teurer

Erschienen am Donnerstag, 22. Oktober 2026 Lesezeit 2 Min.

Die Deutsche Post AG plant, das Briefporto für Privatkunden zum 1. Januar 2027 anzupassen. Vorbehaltlich der abschließenden Genehmigung durch die Bundesnetzagentur kostet der Standardbrief in Deutschland künftig 1,15 Euro statt wie bisher 95 Cent. Dieser Preis liegt trotz eines höheren Kostenniveaus in Deutschland und steigenden, staatlich auferlegten Lasten weiterhin deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 1,52 Euro. Auch die anderen Privatkundenprodukte für den nationalen Briefversand (Postkarte, Kompakt,Groß- und Maxibrief) werden angepasst. Darüber hinaus erhöht die Deutsche Post die Preise für bestimmte Geschäftskundenbriefe. Im internationalen Versand sind ebenfalls Änderungen geplant. So wird beispielsweise der Standardbrief ins Ausland künftig 1,45 Euro kosten. Die neuen Briefpreise gelten für zwei Jahre. Grundlage ist der von der Bundesnetzagentur in Aussicht gestellte Preiserhöhungsspielraum von 20,35 Prozent für Briefe. Über die neuen Paketpreise für Privatkunden ab Januar 2027 wird das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt informieren. Für Verbraucher bleiben die Auswirkungen überschaubar. Im Durchschnitt geben private Haushalte laut dem Statistischen Bundesamt etwas mehr als vier Euro pro Monat für Brief- und Paketdienstleistungen aus. Die jetzt geplanten Anpassungen bedeuten damit eine Mehrbelastung von monatlich lediglich rund 75 Cent. Auch für Geschäftskunden passt die Deutsche Post ab 1. Januar 2027 die Paketpreise an. Diese Anpassung steht jedoch nicht im Zusammenhang mit der aktuellen Entscheidung der Bundesnetzagentur, da Geschäftskundenpreise nicht Teil dieses Verfahrens sind. Grund sind auch hier die gestiegenen Kosten für Personal, Transport und Infrastruktur. Über die konkreten Änderungen werden die Geschäftskunden in den kommenden Wochen individuell informiert. Gleichzeitig baut die Deutsche Post AG ihr Serviceangebot weiter aus. Ab Frühjahr können Geschäftskunden ihren Kunden ermöglichen, Pakete direkt an eine Packstation zustellen zu lassen, ohne dass dafür eine vorherige Registrierung oder Postnummer erforderlich ist. Damit wird der Empfang von Sendungen noch einfacher und flexibler. Zudem soll das Netz aus Packstationen, Poststationen sowie anbieteroffenen DeinFach-/myflexbox-Automaten bis 2030 deutlich auf rund 50.000 Automaten wachsen.

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