Cybersicherheitsmonitor 2024- Betroffenheit jedoch weiterhin hoch

Jede vierte Person in Deutschland (24 %) war schon einmal Opfer von Cyberkriminalität – und doch schätzt jede zweite ihr Risiko, in Zukunft von Kriminalität im Internet betroffen zu sein, als gering oder ausgeschlossen ein. Das ist das Ergebnis des Cybersicherheitsmonitors 2024. Die repräsentative Dunkelfeldstudie von BSI und Polizei gibt Einblicke in das Informations- und Schutzverhalten der Bevölkerung sowie in ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Der Cybersicherheitsmonitor zeigt, dass der Anteil der Unbesorgten im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte gestiegen ist – bei den 16- bis 22-Jährigen sogar um 16 Prozentpunkte. In der jüngsten Altersgruppe der 16- bis 22-Jährigen schätzen mehr als zwei Drittel ihr Risiko, persönlich von Cyberkriminalität betroffen zu sein, als gering oder ausgeschlossen ein.

Schutzmaßnahmen seltener genutzt als im Vorjahr
Die Befragten gaben an, im Schnitt knapp vier Schutzmaßnahmen gegen Cyberkriminalität zu ergreifen: Am häufigsten setzen sie dabei auf Antivirenprogramme und sichere Passwörter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nutzung der meisten Schutzmaßnahmen jedoch rückläufig. Fast ein Drittel der Befragten (29 %) gibt in diesem Zusammenhang ein bereits hohes vorhandenes Sicherheitsgefühl als Grund für die Nichtnutzung weiterer Schutzmaßnahmen an. Die 16- bis 22-Jährigen hält am häufigsten ein zu hoher Aufwand ab (34 %).

Betrug bleibt häufigste Straftat im Internet
44 Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten von Cyberkriminalität Betroffenen wurden Opfer von unterschiedlichen Online-Betrugsformen, darunter Identitätsdiebstahl und Betrug per Messengerdienst. 23 Prozent wurden beim Onlineshopping betrogen, 15 Prozent beim Online-Banking. Betrug ist damit die häufigste Deliktform im Internet. Mit 28 Prozent ist der Anteil der von Betrug beim Onlinebanking Betroffenen bei den 16- bis 22-Jährigen deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung. Die häufigsten Folgen von Internetbetrug sind Vertrauensverluste in Online-Dienste (30 %) und finanzielle Schäden (26 %).

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Ausblick: Fokusthema Smarthome
Nur 36 Prozent der Befragten schätzen ihr persönliches Risiko, von Kriminalität im Internet betroffen zu sein, eher oder sehr hoch ein. Davon wiederum sind etwa ein Drittel (37 %) aufgrund der zunehmenden Vernetzung und steigenden Anzahl internetfähiger Geräte besorgt. Ob Staubsaugerroboter, Smart Speaker oder mit dem Internet verbundene Lichtsteuerung: Das diesjährige Fokusthema des Cybersicherheitsmonitors, das den zweiten Teil der Erhebung ausmachen wird, untersucht, welche Smarthome-Geräte Menschen nutzen, wie sie diese absichern und welchen Risiken sie sich bei der Nutzung bewusst sind. Veröffentlicht werden die Ergebnisse des Fokusthemas im September.

Cybersicherheitsmonitors 2024

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