Sparkasse würdigt Lebenswerk
Gedenktafel für Pfarrer Ernst Senckel feierlich enthüllt
Erschienen am Donnerstag, 5. November 2026 Lesezeit 2 Min.
Zu einem besonderen Ereignis kam es am vergangenen Freitag, dem Weltspartag, am Hauptgebäude der Sparkasse Oder-Spree in der Franz-Mehring-Straße. Im Rahmen der Initiative „Frankfurter Köpfe“ der Netzwerkstatt Frankfurt (Oder) wurde eine Gedenktafel für den Hohenwalder Pfarrer Ernst Senckel enthüllt. Der 1836 geborene, evangelische Pfarrer, kam 1867 nach Hohenwalde und wurde zunächst zum Amtsgehilfen des Pfarrers für die Parochie Hohenwalde bestellt. Bereits am 1. November 1867 führte er dort in seiner Sonntagsschule durch Gründung einer Schulsparkasse das Schulsparen ein. Seither gilt er als “Vater des deutschen Schulsparens“. Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree, würdigte das Engagement von Pfarrer Senckel für das Sparwesen in Deutschland.
Wir freuen uns, dass wir Ernst Senckel nun auch mit einer Tafel an unserem Gebäude würdigen. Neben dem Ernst-Senckel-Gedenkstein und dem Ernst-Senckel-Weg im Frankfurter Ortsteil Hohen-walde rücken wir ihn damit nun auch hier, zentrumsnah, stärker ins öffent-liche Bewusstsein. Für Senckel spielte die frühzeitige Erziehung zum Sparen eine große Rolle. Der Gedanke, Menschen schon in jungen Jahren einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld nahezubringen, ist bis heute aktuell. Das Bewusstsein für finanzielle Bildung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu schaffen, lag nicht nur
Senckel, sondern liegt auch uns am Herzen. Pfarrerin Anna Seidel berichtete in der Laudatio ihres Amtsvorgängers von dessen Verdiensten, wonach auf sein Betreiben die Markendorfer Kirche 1868 und die Hohenwalder Kirche 1869 restauriert wurden. Zusätzlich zur Eröffnung der besagten Sonntagsschule gründete er auch einen christlichen Leseverein und eine Volksbibliothek. Außerdem war er Dichter, Schriftsteller und Geschäftsführer des am 2. November 1880 gegründeten Vereins für Jugendsparkassen in Deutschland.





