Deja-vu im Friesenstadion
Borussia schlägt Union erneut
Erschienen am Donnerstag, 5. November 2026 Lesezeit 4 Min.
Zum Stadtderby im Friesenstadion begrüßte der FSV Union III. am Samstag bei recht trübem Wetter die SG Borussia. Beide Teams hatten sich in der letzten Saison ebenfalls in der Hinrunde Anfang Oktober gegenübergestanden. Borussia hatte zu diesem Zeitpunkt einen guten Lauf und die III. eine eher durchwachsene Bilanz zu verzeichnen. In dieser Saison ist alles ganz anders: Beide Teams haben schwer zu kämpfen, überhaupt ein Bein auf die Bühne zu stellen. Borussia bis dato mit null Punkten aus sieben Spielen und die III. wenigstens mit 10 Punkten. Der Favorit in diesem Spiel, wenn man von der Statistik ausgeht, war klar. Aber hier geht es um viel mehr, hier geht es um die sportliche Herausforderung der Stadtmannschaften, um den Erfolg zu erzielen. Eine Rivalität, die nur auf dem Platz ausgetragen werden kann. Beide hatten sich zudem mit gestandenen Kadern, die bissig genug waren, verstärkt. Ein Spiel auf Augenhöhe. In der 4. Minute gab es schon die erste Verletzung. Unioner Hebecker verletzte sich beim Kopfballduell an der Schläfe. Eine Mini-Auszeit und mit einem unverkennbaren Schutzschild ging es dann voller Enthusiasmus weiter. Union hatte die Nase vorn und kommt in der 20. Minute mit Ivus nach einem Freistoß aus halblinker Position fast zum Tor, wenn nicht Wildeck sich gestreckt hätte. Das Schlusslicht der Borussen hatte ohnehin irgendwie einen Lauf und hielt sein Team im Spiel. Ein Handspiel in der 21. Minute durch Borussia kurz vor dem Strafraum verhilft Union zum Schuss aus kurzer Distanz. Allerdings geht Hebeckers Ball daneben. Die erste Ecke der Unioner kommt von Ivus in der 29. Minute und bedeutet für Union das 1:0 durch Haase. Wie im letzten Hinspiel legt Union vor. Borussia, hart im Nehmen, macht sofort gemeinsamen Druck und legte in der 32. Minute mit Jim Szelinski nach, der zuvor ungeschickt durch die Abwehr gefoult wurde. Strafstoß und Gleichstand sind hergestellt, jetzt war wieder alles offen. Das Spiel entwickelt sich zunehmend rasanter. Schöne Angriffe, nur ohne das entscheidende Tor. In der 60. Minute ist Borussia im Kontermodus und wird gebremst. Es gibt einen Strafstoß. Günther legt ihn straff an, wird aber abgewehrt, zur Ecke. Die Ecke kommt und es wird noch ein Einwurf weit ins Feld. Genau richtig für Union, die nehmen ab, starten ihren Versuch und machen mit Ivus in der 62. Minute das 2:1. Günther ruft zur Räson auf und die Seitenlinie macht mobil. Das Spiel ist verfahren und ein ewiges Hin und Her. Union drängt auf das nächste Tor und Borussia will den Ausgleich.
Szelinski, der Scorer des Tages, schießt aus linker Spielfeldposition eine für den Torhüter, der etwas zu weit vorn steht, kaum haltbare Bogenlampe. Wieder ausgeglichen in der 82. Minute. Die Gemüter erhitzen sich auf beiden Seiten. Schiri Henkel unterbindet rigoros. 8 Minuten noch, alles oder nichts. Ein hektisches Treiben entwickelt sich. Es könnte für Union ein Déjà-vu bedeuten. Union ist am nahen Ende und dann passiert es, Tom Selchow versucht den schnellen Marcel Worseg zu stoppen der fällt, Schiri Henkel zeigt auf den Punkt. Szelinski macht für Borussia in der 86. Minute das Ergebnis perfekt. Damit stellt er das Vorjahresergebnis von 2:3 wieder her. Union schafft es nicht mehr, in der verbleibenden Zeit den Ausgleich zu machen. Es wäre durchaus machbar gewesen.




