Dreister Angriff auf die Versicherten

Nach der Ankündigung von Union und SPD, die Empfehlungen der Rentenkommission schnell eins zu eins umsetzen zu wollen, sagt Ines Schwerdtner, Vorsitzende der Partei Die Linke: Das ist keine Rentenreform, das ist ein Rentenkürzungsprogramm. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll künftig länger schuften, weniger Rente bekommen und darauf hoffen, dass die Börse gute Laune hat. Besonders dreist ist der Angriff auf die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Da reden wir über Menschen, die morgens um vier aufstehen, Pakete ausfahren, Kranke pflegen, auf dem Bau arbeiten oder in Fabriken Schicht schieben. Wer 45 Jahre gearbeitet hat, hat den Ruhestand in jedem Fall redlich verdient, ob krank oder gesund – und keine weitere Verlängerung der Arbeitszeit. Gerade in Ostdeutschland, wo 80% des Einkommens im Alter aus der gesetzlichen Rente kommt, wären solche Kürzungen fatal. Wir brauchen eine gesetzliche Rente, von der man leben kann. Das Rentenniveau muss steigen, nicht sinken. Und endlich müssen alle in die Rentenkasse einzahlen, neben Selbstständigen und Abgeordneten auch Beamte. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht jeden Euro zweimal umdrehen müssen.

error: