Fürstenwalder Samis räumen doppelt ab
Auszeichnung mit den Sternen des Sports & Förderpreis
Erschienen am Donnerstag, 15. Oktober 2026 Lesezeit 3 Min.
Ein herausragender Tag für den regionalen Breitensport und ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion. Das Kooperationsprojekt „Fürstenwalder Samis“ der Samariteranstalten und des FSV Union Fürstenwalde ist am vergangenen Montag in der brandenburgischen Staatskanzlei in der Landeshauptstadt gleich doppelt geehrt worden. Das Projekt erhielt den „Sterne des Sports“ in Bronze sowie den Förderpreis des „Sterne des Sports“ in Silber. Der von der VR Bank seit nunmehr 22 Jahren initiierte Wettbewerb gilt als die höchste Auszeichnung im deutschen Breitensport. Dass die „Fürstenwalder Samis“ unter die sechs besten Projekte in ganz Brandenburg gewählt wurden, unterstreicht den vorbildlichen Charakter der Initiative.
Von einer Idee zur Herzensangelegenheit. Seit April 2025 findet das Training der „Samis“ regelmäßig im Fürstenwalder Friesenstadion oder in der Sporthalle statt. Die Idee dazu hatte Matthias Kolip, Heilerziehungspfleger bei den Samariteranstalten. Sein Ziel war es, Fußball für Menschen mit Beeinträchtigung außerhalb der gewohnten Wohnbereiche anzubieten. In Daniel Wichary und Carsten Mäding fand er zwei Mitstreiter, denen es genau wie ihm eine Herzensangelegenheit ist, Inklusion aktiv zu leben und nicht nur darüber zu reden. Die Trainingsgruppe zeichnet sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zwischen 12 und 65 Jahre alt. Ein besonderes Highlight ist die Integration auf dem Vereinsgelände. Die „Samis“ trainieren wöchentlich Seite an Seite mit den Nachwuchskickern des FSV Union Fürstenwalde, mittendrin statt nur dabei.
Bei der feierlichen Verleihung erntete das Fürstenwalder Trio nicht nur Respekt und Staunen, sondern auch so manchen Schmunzler. Der Grund, Kolip, Mäding und Wichary vermitteln vor allem pure Freude am Spiel und leben diesen Enthusiasmus absolut authentisch vor. Diese Energie blieb auch in der Politik nicht unbemerkt. Gordon Hoffmann, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, zeigte sich von dem Projekt derart begeistert, dass er sich spontan für ein persönliches Training im kommenden Jahr anmeldete.
Auch wirtschaftlich eröffnet der Erfolg neue Perspektiven. Frau Rückert von den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Land Brandenburg stellte Sponsoring und organisatorische Unterstützung bei kommenden Veranstaltungen in Aussicht. Damit könnte das bisherige Engagement des Hauptsponsors, der PflegeTeamBlau GmbH, schon bald durch weitere Unterstützer verstärkt werden. Ein entscheidender Baustein für den Erfolg war zudem Mitsch Rieckmann, Jugendleiter des FSV Union Fürstenwalde, er reichte die Bewerbung für den Wettbewerb ein und unterstützte gemeinsam mit zahlreichen Mitgliedern der Nachwuchsabteilung das Projekt.
Der Förderpreis zeigt, dass Matthias Kolip, Carsten Mäding und Daniel Wichary mit ihrem Engagement auf dem richtigen Weg sind. Mit viel Leidenschaft und frischen Ideen machen sie vor, wie Sport Menschen zusammenbringt und Inklusion ganz selbstverständlich gelebt werden kann.




