Neuer Teilnahmerekord und Online-Abstimmung

Der Bundespreis „Blauer Kompass“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum und verzeichnet einen überwältigenden Teilnahmerekord. Mit 488 Einreichungen wurde mit großem Abstand die bisher höchste Zahl an Bewerbungen und damit ein neuer Meilenstein erreicht. Nun sind 25 herausragende Projekte für den Bundespreis nominiert. Eine Fachjury bestimmt Anfang Juli die Preisträger.

Bereits vorab kann die Öffentlichkeit über den „Community-Preis“ entscheiden. Die Online-Abstimmung dafür läuft noch bis 23. Juni.

https://www.umweltbundesamt.de/form/voting-blauer-kompass

Der Bundespreis „Blauer Kompass“ ist die höchste staatliche Auszeichnung für Projekte zur vorbildlichen Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für jedes Gewinnerprojekt verbunden. Der Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam von Bundesumweltministerium Klimaschutz und Umweltbundesamt ausgelobt. Er enthält in diesem Jahr erstmals die neue Kategorie „Schulen“ allein hier gab es fast 80 Bewerbungen. Die eingereichten Bewerbungen wurden in einem ersten Schritt entlang der sechs Kriterien guter Praxis der Anpassung an den Klimawandel bewertet. Wirksamkeit, Robustheit, Nachhaltigkeit, finanzielle Tragbarkeit, positive Nebeneffekte und Flexibilität. Diese Bewertung erfolgte durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online, die als Wettbewerbsbüro fungiert. In einem zweiten Schritt hat das Umweltbundesamt die qualitativ hoch bewerteten Projekte nochmals fachlich geprüft und zusammen mit dem Bundesumweltministerium die Nominierten für den Bundespreis ausgewählt.

Kategorie „Kommunen“

  • Landkreis Fulda, „Starkregenfrühalarmsystem – Risiken früh erkennen, Menschen wirksam schützen“, 36037 Fulda, Hessen
  • Kooperation von Gemeindeverband Mittleres Schussental, Kreis Konstanz, Kreis Ravensburg und Stadt Singen, „KlimAzubi – Fortbildungsreihe für Auszubildende in der öffentlichen Verwaltung zum Thema Klimaanpassung“, 88212 Ravensburg, Baden-Württemberg
  • Landeshauptstadt Wiesbaden, „Elsässer Park Wiesbaden – Transformation eines innerstädtischen Parkplatzes in einen klimaresilienten Schwammstadt-Park“, 65189 Wiesbaden, Hessen
  • Stadtverwaltung Plauen, „1. Plauener Klimainsel“, 08523 Plauen, Sachsen
  • Stadt Hamm, „Gemeinsam stark gegen die Hitze! Hitzeaktionsplan Hamm“, 59065 Hamm, Nordrhein-Westfalen

Kategorie „Private und kommunale Unternehmen“

  • Landwirtschaftsbetrieb Stefan Bernickel, „Schwamm-Acker Gramzow: Systemische Bodenregeneration als Antwort auf Extremwetter“, 17291 Prenzlau, Brandenburg
  • Hessische Landgesellschaft mbH, „100 Wilde Bäche für Hessen“, 34121 Kassel, Hessen
  • Regenmodule UG, „Regenwasserbank – Zeit, auf Regen zu setzen“, 12109 Berlin, Berlin
  • Harald Müller Metall-Sonderfertigung GmbH, „PEELIKAN Löschdrohnen“, 14974 Ludwigsfelde, Brandenburg
  • Green City Solutions GmbH, „Moos-basierte Klimaresilienz: bio-digitale Lösungen zur Hitze- und Schadstoffminderung“, 15741 Bestensee, Brandenburg

Kategorie „Schulen“

  • Olof-Palme-Gesamtschule der Gemeinde Hiddenhausen, „OPG-Klimawald und Streuobstwiese“, 32120 Hiddenhausen, Nordrhein-Westfalen
  • Stadtteilschule Bergedorf, „Gestaltung eines Innenhofes eines Schulgebäudes“, 21033 Hamburg, Hamburg
  • Grundschule Belgershain, „Belgi for future – Gemeinsam zur klimastarken Schule!“, 04683 Belgershain, Sachsen
  • Friedensburg-Oberschule, „Mission #CoolSchool – Friedensburg-Oberschule works together zur Verbesserung unserer Klimaresilienz!“, Berlin 10623, Berlin
  • Sankt Mauritius-Sekundarschule, „Campus Cultiva“, 06130 Halle, Sachsen-Anhalt

Kategorie „Forschungs- und Bildungseinrichtungen“

  • Katholische Stiftungshochschule für angewandte Wissenschaften München, „Planetary Health und klimasensible Hebammenarbeit – Ein innovatives Konzept zu Klimavorsorge und -anpassung im Gesundheitswesen“, 81667München, Bayern
  • grün&bunt gUG, „Anpassung beginnt im Kindesalter – Klimakompetenz durch forschendes Lernen“, 26382 Wilhelmshaven, Niedersachsen
  • Technische Universität Berlin, „ClimateHOOD_CampusPARK Charlottenburg“, Berlin 10623, Berlin
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, „MisKaRe – Natürlicher Schutz vor Starkregen durch klimaangepasste Landwirtschaft“, 53359 Rheinbach, Nordrhein-Westfalen
  • Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT), „HEAL Hitzeanpassung für vulnerable Bevölkerungsgruppen“, 69120 Heidelberg, Baden-Württemberg

Kategorie „Verbände, Vereine und Stiftungen“

  • BaumEntscheid e. V., „Vom Gesetz zur grünen Realität – Skalierung durch Innovation“, 13347 Berlin, Berlin
  • Förderverein NaturGut Ophoven e. V., „Die MutReiferei – Mut als Zukunftskompetenz für das Leben mit dem Klimawandel“, 51379 Leverkusen, Nordrhein-Westfalen
  • Allianz B303+ e.V., „Schwammregion Allianz B303+ Klimaresilienz durch dezentralen Wasserrückhalt im Gemeindeverbund“, 96242 Sonnefeld, Bayern
  • Stiftung Zukunft Wald, „Schulwälder gegen Klimawandel – Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“, 38106 Braunschweig, Niedersachsen
  • wilde-natur.org gGmbH, „Modellregion Aue: KI-gestützte klimaadaptive Schöpfwerksteuerung für energieeffizientes Wassermanagement“, 21782 Bülkau, Niedersachsen

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