Solarpark Georgenthal setzt auf Schafe als Landschaftspfleger
Im Solarpark Georgenthal im Landkreis Märkisch-Oderland verbindet die MLK Gruppe klimafreundliche Energieerzeugung mit naturnaher Flächennutzung. Wo Solarmodule grünen Strom produzieren, übernehmen rund 300 Schafe die emissionsfreie Pflege des Geländes. Eine neu aufgestellte Bank und Informationstafeln laden Besucher ab sofort dazu ein, sich vor Ort ein Bild von diesem Zusammenspiel zu machen. Der Solarpark erstreckt sich auf 55 Hektar landwirtschaftlich schwachen Böden und nutzt bifaziale Solarmodule, die auf Vorder- und Rückseite Strom erzeugen können. Damit die Flächen unter und neben den Modulen schonend gepflegt werden, grasen auf dem Gelände je nach Beweidungsphase zwischen 300 und 600 Schafe. Schäfer Armin Winnige steuert die Beweidung dabei rotierend in verschiedenen Zonen des Parks. Für meine Herde bietet der Solarpark ideale Bedingungen, erklärt Schäfer Winnige. Die Module spenden den Tieren an heißen Tagen Schatten und sind Unterstand bei Regen. Gleichzeitig sorgen die Schafe dafür, dass die Vegetation schonend und gleichmäßig kurzgehalten wird so profitieren Landwirtschaft und Energiegewinnung gleichermaßen voneinander.
Um dieses Zusammenspiel zu ermöglichen, wurde die Anlage bereits beim Bau gezielt an die Tiere angepasst. Sämtliche Kabel sind geschützt verbaut, um ein Anknabbern zu verhindern. Zudem weisen die Module einen Bodenabstand von rund einem Meter auf, sodass die Schafe problemlos darunter hindurchlaufen können. Dank der Tiere kann die MLK Gruppe bei der Landschaftspflege vollständig auf schwere Maschinen verzichten.
Damit wird der Solarpark zum wichtigen Verbindungsglied zwischen umliegenden Naturräumen einem sogenannten „Trittstein“ in der Landschaft. Und dabei erzeugt die Anlage mit ihren Modulen einen Jahresertrag von etwa 75 Millionen Kilowattstunden Strom genug, um rund 23.000 Haushalte zu versorgen.
Zur Aufwertung des Umfelds hat die MLK Gruppe entlang des Weges eine Bank sowie Informationstafeln aufgestellt. Spaziergänger und Radfahrer sind eingeladen, am Rande der Anlage zu verweilen und den Blick über das Gelände mit seiner weidenden Schafherde zu genießen.

