Betreuung über Generationen hinweg
Zum 50-jährigen Bestehen der Kita „Anne Frank“ in Fürstenwalde wurde mit einem großen Kinderfest und einer feierlichen Runde mit zahlreichen Gästen, ehemaligen Mitarbeitenden und Wegbegleitern gefeiert. Auch der geschäftsführende Vorstand Christian Wende-Szepes und die Vorsitzenden des AWO-Kreisverbandes Oder-Spree Monika Kilian sowie weitere Gäste nahm an der Veranstaltung teil und richtete Worte an die Anwesenden. Wende-Szepes erinnerte daran, dass ein solches Jubiläum auch ein Moment des Innehaltens sei, ein Anlass, um dankbar zurückzuschauen und sich bewusst zu machen, was diesen Ort über so viele Jahre geprägt hat. Der Blick ging zurück auf den 1. April 1976, den Tag der Eröffnung, eine damals hochmoderne, neu gebaute Kindertagesstätte mit Platz für 180 Kinder.
Die Kita war von Beginn an durchdacht geplant, mit 80 Krippen- und 100 Kindergartenplätzen, aufgeteilt in fünf Krippen und zehn Kindergartengruppen. Besonders hervor hob er die gute Ausstattung des Hauses, das als autarkes Gesamtkonzept entstand, mit eigener Großküche, einer speziellen Milchküche für die jüngsten Kinder sowie Isolationsräumen für erkrankte Kinder. Schon damals spielte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle. Die Betreuung begann sehr früh und ermöglichte es berufstätigen Eltern, ihre Kinder bereits ab einem Alter von rund 20 Wochen gut aufgehoben zu wissen. So entstand von Anfang an ein Ort, der Fürsorge, Struktur und Verlässlichkeit miteinander verbindet und bis heute für viele Familien ein wichtiger Anker geblieben ist. In diesem Zusammenhang wurde allen Anwesenden besonders auch den ehemaligen Kollegen herzlich gedankt. Viele von ihnen haben die Kita über viele Jahre hinweg begleitet und geprägt, und es war ein besonderes Wiedersehen, sie zur Jubiläumsfeier Wiederzusehen. Im Laufe der Jahrzehnte habe sich die Einrichtung immer wieder verändert und weiterentwickelt. Nach der Wende wurden Gebäude saniert, modernisiert und an neue Anforderungen angepasst. Seit 1993 ist die Kita nicht nur reine Kindertageseinrichtung, sondern auch Träger einer Hortbetreuung, sodass auch ältere Kinder weiterhin begleitet werden können. Ein besonderer Meilenstein war das Jahr 1997, als die Trägerschaft von der Stadt Fürstenwalde übernommen wurde. Dieser Schritt markierte einen wichtigen Entwicklungspunkt in der Geschichte der Einrichtung und wurde gemeinsam mit vielen Beteiligten gestaltet und getragen. In der Kita sind auch Kolleginnen und Kollegen anwesend, die der Einrichtung seit 30 bis 40 Jahren die Treue halten ein Engagement, das ausdrücklich gewürdigt wurde. Diese Verlässlichkeit prägt nicht nur das Team, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Familien im Stadtteil. Die Kita ist fest im Kiez der Reifenwerkersiedlung verankert und hat sich über die Jahre zu einer echten Einrichtung über mehrere Generationen entwickelt, in der oft Kinder, Eltern und sogar Großeltern miteinander verbunden sind.




