Stichwahl zum Landrat in Oder-Spree am 14. Mai

Die Landratswahlen in Oder-Spree am Sonntag brachten die Ernüchterung. 63,3 Prozent der Wahlberechtigten waren nicht zur Wahl gegangen, um für einen der Kandidaten zu stimmen. Man nennt es immer pauschal Politikverdrossenheit, aber die richtigen Bewegründe werden zumeist nicht beleuchtet. In jedem Falle haben die Wähler, die etwas für ihren Landkreis erreichen wollten, gewählt. Immerhin noch 36,7 Prozent haben Fakten geschaffen, mit einem Ergebnis, das einem zum Teil erschaudern lässt. Viele der Kandidaten waren im Vorfeld bemüht, sich aktiv in den Gemeinden und Städte den Wählern zu stellen. Schon dort zeichnete sich ab, dass das Interesse eher gering war. Eigentlich richtig schade, denn hier hätte man doch die Kandidaten prüfen können, ob sie das Zeug haben, aber auch diese Angebote wurden zum Teil ausgeschlagen. Um so deutlicher nun das Wahlergebnis. Wer das Auszählen am Sonntag beobachtete, war überrascht, was der Wähler sich vorstellte. Die AfD kletterte auf Platz 1 und war immer weit voraus, gefolgt von SPD, CDU & den Freien Wählern. Nur für die SPD in Oder-Spree mit Frank Steffen hat es gereicht, der AFD die Stirn zu bieten. Zur Stichwahl um das Amt des Landrates in Oder-Spree geht es am 14. Mai in die Wahlkabine. Da kann man nur hoffen, dass es diesmal mehr sein werden als bei der Vorentscheidung. Sascha Gehm, der Kandidat der CDU, nahm sein Wählervotum an und zeigte sich gestärkt gegenüber dem demokratischen Willen der Wähler. Er hatte noch einmal kurz über seinen Wahlkampf gesprochen, sich bei seinen Mitstreitern und bei seinen zahlreichen Helfern und Unterstützern bedankt, die ihn ohne Unterlass begleitetet hatten.

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