Rüdersdorf ohne Durchschlagskraft

Der Achtplatzierte, die SG Rauen, begrüßte zum 20. Spieltag in der Kreisliga Nord den MSV Rüdersdorf, der auf Platz 6 in der Tabelle rangiert. Schnell war klar, wer sich mit dem Spielaufbau befasste, sah sofort bei Rauen eine Veränderung. Viel offensiver als sonst, statt nur defensiv so Marcel Niespodziany. Nachdem sich Rauen eine gute Mittelfeldposition in der Gesamtwertung erarbeitet hat, will man offen für neue Ausrichtungen sein. Und so ging es auch im Spiel munter weiter. Rüdersdorf nahm die Partie an und machte sofort Druck. Nach zwei Minuten Spielzeit gab es bereits zwei Ecken, die gefährlicher hätten kaum sein können, aber nicht ihren Weg ins Tor fanden. 25 Minuten lang ein Spiel mit viel Tempo auf beiden Seiten. Kaum war Rüdersdorf im Spielaufbau, war Rauen zur Stelle und umgekehrt. Attackieren, Ballabnahme und mit vereinter Kraft Richtung Tor. Rüdersdorf war gewappnet, doch es schien mit zunehmender Zeit schwieriger zu werden. Frustration machte sich breit, beide Teams kamen nicht zum Zuge, und auch die Außenlinie machte lauthals auf sich aufmerksam. In der 27. Minute, tumultartig, kommt der Ball vors Tor. Der Rüdersdorfer Torwart Valentyn Podolskyi bekommt den Ball zu fassen, aber nicht zu halten. Dieser fällt zurück, und Luis Bölke braucht für Rauen nur noch gegenzutreten, 1:0 für seine Elf. Die Gäste lassen nicht locker und verstärken die Offensive, schnell und präzise, aber ohne Wirkung.
Im Umkehrschluss bekommt in der 30. Minute Conner Götze den Ball und schickt ihn straff in Richtung Gästetor, Podolskyi sieht ihn und hält. Bölke erobert sich im Zweikampf den Ball, es geht schnell nach vorn, er umrundet die Abwehr und flankt auf den mitgekommenen Götze. Dieser nimmt im Lauf an, drückt ab, Podolskyi springt, der Ball geht über die Latte.

Rüdersdorf bekommt das Spiel nicht unter Kontrolle. Rauen hingegen drückt die Gäste zusehends in die eigene Hälfte. Der Gastgeber bekommt eine Ecke, der Ball prallt zu Boden, die Gäste bekommen die Situation wieder nicht unter Kontrolle, und Michele Hähnlein setzt sich durch, 36. Minute, 2:0 für Rauen. In der vierminütigen Nachspielzeit kommt es zu einer nicht sehr angenehmen Spielsituation. Nach einem Abschlag kommt der Ball auf Rauens Kapitän Marcus Wagner, der hochgehen will, aber zu Boden geht. Hinter ihm ein Gästespieler, ein Rempler, Freistoß für Rauen, Rüdersdorf hält dagegen.

Rauen kommt nach der Halbzeitpause tief stehend zurück und stellt die Gäste erneut unter Zugzwang. Mit der neuen Situation können die Rüdersdorfer umgehen, kommen zu Chancen, doch das Zünglein an der Waage ist auch hier Torwart Christian Roggisch, der nach langer Verletzungspause endlich wieder im Tor steht. Erst in der 85. Minute, und beim zweiten Mal nach dem gleichen Fehler der Gästeabwehr, gelingt es Götze, das 3:0 zu machen.

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