Austausch zur sozialen Infrastruktur in Oder-Spree

Vor drei Jahren wurde die Veranstaltungsreihe „Wirtschaftsforum“ ins Leben gerufen durch das Regionalmanagement @see, um die tiefgreifenden Veränderungen in der Region differenziert und faktenbasiert zu begleiten. Zum Thema „Soziale Infrastruktur“ trafen sich Interessierte, um die durch die Tesla-Ansiedlung in Grünheide ausgelösten Veränderungen sachlich und aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Hintergrund war der Eindruck, dass viele Entwicklungen in der öffentlichen Wahrnehmung einseitig dargestellt wurden. Ziel der Reihe ist es daher, verschiedene Aspekte der Regionalentwicklung mit Fachleuten offen zu diskutieren. In mehreren Foren wurden bereits zentrale Themen behandelt, darunter die wirtschaftlichen Auswirkungen, die Entwicklung der Infrastruktur sowie Fragen der beruflichen Bildung und Fachkräftesicherung. Die aktuelle Veranstaltung widmet sich insbesondere der Sozialinfrastruktur mit einem Schwerpunkt auf dem Gesundheitswesen. Weitere Themen wie Bildung, Wohnen und Kinderbetreuung sollen in Zukunft folgen. Das Wirtschaftsforum stieß auf großes Interesse und fand an einem passend gewählten Ort statt, der neu gebauten Rettungszentrale in Grünheide, die in dieser Form bislang einzigartig in Brandenburg ist. Eine kurzweilige Führung durch das technisch hochmoderne Gebäude gab Einblicke in den Komplex, der unter anderem Feuerwehr, Polizei und den Rettungsdienst beherbergt. Im Mittelpunkt des Wirtschaftsforums stand die Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur in der Region. Dabei wurden Chancen und Herausforderungen in der Krankenhaus- und Ärzteplanung im Landkreis Oder-Spree sowie die Rolle medizinischer Versorgungszentren und des Rettungswesens beleuchtet. Und es wurden aktuelle und geplante Projekte im Bereich der medizinischen Versorgung vorgestellt. Ein weiterer Fokus lag auf der Unterstützung durch das Land Brandenburg sowie auf einer besseren Abstimmung zwischen Kommunen, Landkreis und Landesebene.
Deutlich wurde beim Wirtschaftsforum am Beispiel der neu geschaffenen Rettungszentrale wie sich die Ansiedelung Teslas auch die Infrastruktur verändert hat. So wurden unter anderem Einrichtungen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz gebündelt und ausgebaut, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Insgesamt wird hervorgehoben, dass die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure entscheidend ist, um den komplexen Herausforderungen insbesondere im Gesundheitswesen zu begegnen und eine nachhaltige Versorgung der Region sicherzustellen.

An den Diskussionen beteiligten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und dem Gesundheitssektor, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Zu den Diskussionspartnern zählten der Bürgermeister der Gemeinde Grünheide, Arne Christiani, der Landrat des Landkreises Oder-Spree, Frank Steffen, Michael Zaske, Abteilungsleiter für Gesundheit im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, Michael Rochow, Geschäftsführer der Rettungsdienste Oder-Spree, sowie Dr. med. Johann Banzhaf.

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