Bitteres Ende für Borussia

Borussia mit Heimvorteil setzte Unions III. ab Spielbeginn bei frühlingshaften Bedingungen energisch zu. Im Hinspiel gewannen sie gegen die Unioner Mitte Oktober mit 2:3. Union wollte seine Revanche und setzte viel daran. Allerdings war an dem Spielaufbau der Unioner so noch nicht zu denken. Borussia am Schalthebel setzte auf Druck und bekam mit vier Ecken in den ersten 16 Minuten richtig gute Chancen; dazu zählt auch ein Freistoß aus gut und gerne 20 Metern, der so eine tolle Flugbahn hatte, dass sich Feilke ganz schön strecken musste, denn hinter ihm war eine Lücke, nur kein Borusse. Union hingegen ging mehr und mehr in die Offensive, weg aus dem Verteidigungsmodus. Daraus entstanden körperbetonte Zweikämpfe, die dem Spiel eine gewisse Schärfe verliehen. Mit Schnelligkeit über die Flügel kam Union nach vorn, die meisten Bälle bekam Weimann, doch die Borussen Abwehr hielt noch stand. 21. Minute: verhängnisvolle Verkettung unglücklicher Umstände, Union kann Borussias Abwehr auf der linken Hälfte ausschalten, kommt gefährlich vors Tor, Strohfeldt kommt raus, macht sich breit, kann aber nicht verhindern, 0:1 für Union. Bitter für die Borussen, aber keineswegs unlösbar. Gefangen in der Situation ging es für sie weiter, und das Abspiel war dann doch wieder eine Einladung für die Gäste, die nur neun Minuten später in fast ähnlicher Situation das 0:2 mit Weimann machen können. Schon jetzt zeigten sich die ersten Ermüdungserscheinungen bei den Borussen, aber sie ließen nicht locker; das gegenseitige Aufputschen half, denn hier ging es um viel mehr, eine gewachsene Rivalität zwischen beiden Teams. Sie erarbeiteten sich gute Chancen mit bühnenreifen Aktionen, ein kleiner Eckenmarathon mit Günther und Feilke. Danach wieder ins Feld und zurück zur nächsten Ecke. Der Ball der Borussen kommt, macht einen Bogen ins hintere Eck des Unioner Tores, unhaltbar, 1:2 in der 38. Minute. Nach der Pause kommt Borussia besser ins Spiel, jedoch ohne einen Torerfolg, dafür machen die Unioner nun mehr Ballett und sorgen in der 58. Minute mit Weimann und Hummelt in der Schlussminute für die Revanche mit einem klarem 1:4 Auswärtssieg.

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