Pflege braucht Sicherheit
Der Tag der Pflege dient auch dazu, sichtbar zu machen, die Pflege arbeitet seit Jahren jenseits aller Limits. Und dennoch plant die Bundesregierung weitere Einschnitte bei Versorgung und Finanzierung. Damit muss endlich Schluss sein, sagt die stellvertretende Landesvorsitzende der Brandenburger Linken, Yasmin Kirsten. Dass das Pflegesystem noch nicht kollabiert ist, grenzt an ein Wunder und es ist der Verdienst der Pflegekräfte, die jeden Tag über ihre Grenzen hinausgehen, um Menschen zu helfen. Und was ist die Antwort der Bundesregierung? Gesundheitsministerin Warken will Personalstandards in der stationären Pflege und die Zuschüsse für die Bewohner senken, die Refinanzierung von Tariferhöhungen einschränken, den Leistungskatalog reduzieren und Zuzahlungen erhöhen. Diese Vorschläge sind zynisch und menschenverachtend gegenüber Pflegebedürftigen, ihren Familien und den Beschäftigten in Pflege und Gesundheit. Was wir brauchen, ist stattdessen eine Bürgerversicherung für Krankheit und Pflege. Alle Einkommensarten und alle Einkommenshöhen müssen einbezogen werden das wäre ein solidarisches System, von dem alle profitieren. Es würde nicht nur die Pflege nachhaltig finanzieren, attraktiverer Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten ermöglichen und damit auch den dringend notwendigen Nachwuchs sichern. Es würde auch die Beiträge für alle senken. Denn Pflegebedürftigkeit am Ende eines langen Lebens darf kein Armutsrisiko sein! Die Kürzungspläne der Bundesregierung müssen gestoppt werden. Stattdessen brauchen wir endlich eine grundlegende Pflegereform, die sich an den Interessen der Beschäftigten und der pflegebedürftigen Menschen ausrichtet!
