Zwischen Tradition und Jubiläumsvorbereitung

Der 44. Fontanelauf in Rauen, ein besonderes Laufevent, fand traditionell großen Anklang. Frühsommerliche Temperaturen spielten den Sportlern dabei voll in die Karten ein ideales Wettergefüge, nicht zu warm und nicht zu kalt. Eine halbe Stunde vor Wettkampfstart war das Areal an der evangelischen Pfarrer-Bräuer-Grundschule noch überschaubar, nur wenige Minuten später schien kaum noch ein Durchkommen möglich zu sein. Rund 500 Läufer gingen an den Start über 30, 15, 10, 5 und 2,5 Kilometer, ergänzt durch die Worker-Distanz sowie den Bambinilauf, der wie immer besonders viele Zuschauer und Familien begeisterte und die Erwartungen erneut übertraf. Cheforganisatorin Anja Luban zeigte sich sehr zufrieden, auch die vielen Helfer waren begeistert. Alles wirkte wie aus einem Guss. Das Team ist eingespielt, jeder kennt seine Aufgabe und erfüllt sie mit großem Engagement und viel Herzblut. Zudem gab es ein Déjà-vu-Erlebnis. Wie im Vorjahr war die Autobahn gesperrt, wodurch einige Läufer aus den Nachbargemeinden Schwierigkeiten hatten, rechtzeitig zum Start zu gelangen. Die Wettkampfleitung entschied daher erneut, den Startschuss des Fontanelauf um 15 Minuten zu verschieben. Insgesamt gingen 50 Läufer auf die 30-Kilometer-Strecke, rund 160 auf die 15 Kilometer, etwa 170 auf die 5- und 2,5-Kilometer-Distanzen, während sich die übrigen Teilnehmer auf die Worker- und Bambiniläufe verteilten. Bereits jetzt zeichnen sich erste Vorboten auf das Jubiläum im kommenden Jahr ab. Man sei gut aufgestellt, so Anja Luban. Es gebe viele Ideen, unter anderem einen Rückblick auf die 44-jährige Geschichte des Fontanelauf und die spannende Frage, wer wie oft teilgenommen hat eine echte Mammutaufgabe, wie sie schmunzelnd anmerkt. Zudem sollen langjährige Läuferikonen, die bereits in den Anfangsjahren dabei waren und heute teilweise im höheren Alter sind, in das Jubiläum eingebunden werden. Wie genau dies aussehen wird, ist noch offen. Auch eine stärkere Verbindung zu Theodor Fontane und seinen Werken ist geplant, um dem Lauf eine kulturelle Note zu geben. Darüber hinaus sollen weitere sportliche Elemente in das Jubiläumsprogramm integriert werden. Man dürfe gespannt sein, so Luban abschließend. Und da jeder Fontanelauf über die Jahre etwas Besonderes birgt, gibt es in diesem Jahr einen Rekord auf der 15 Kilometer-Strecke zu verzeichnen, Yannik Fraikin hat diesen in 56 Minuten absolviert. Herzlichen Glückwunsch.

error: