Frankfurt behauptet Spitze im hitzigen Ostbrandenburg-Derby
Am vergangenen Freitagabend empfing der FSV Union Fürstenwalde in der heimischen Spree-Arena die Mannschaft des 1. FC Frankfurt/Oder zum Brandenburger Ligaspiel des 27. Spieltages. Ein Ostbrandenburg Derby der besonderen Art, was natürlich auch eine positive Zuschauerresonanz mit sich bringt. Verfolgten beim Hinspiel am 21. November im Frankfurter Stadion der Freundschaft 380 Zuschauer den etwas glücklichen 1:0 Sieg (Tor 90+4 Min. durch Lennox Liebener) der Frankfurter, so verfolgten das Rückspiel in der Fürstenwalder Spree-Arena 607 zahlende Zuschauer und weitere Beobachter. Interessant war dabei die Frage, ob die Frankfurter, die am 26. Spieltag die errungene Tabellenführung verteidigen können oder die Fürstenwalder ihnen ein Bein stellen können. Für eine besondere Spannung war also gesorgt, zumal ja Derby Vergleiche immer etwas Besonderes sind. Obendrein standen in beiden Mannschaften einige Spieler, welche bereits beim anderen Verein spielten (bei Union Fiedler und Leutner, bei Frankfurt Karaszewski, Jahnke und Schmidt). Nach dem Anpfiff vom Potsdamer Schiri Roman Brand begannen die Fürstenwalder offensiv und hatten in der 11. durch Fiedler und 16. Minute per Doppelchance durch Fiedler und Muca die ersten Tormöglichkeiten für die Unioner. Die Frankfurter aus der kompakt stehenden Defensive kommend hatten dann in der 25. Minute ihre erste Tormöglichkeit. Im Gegenzug die Unioner bereits die nächste Chance, aber Keeper Müller konnte gerade noch parieren. Fünf Minuten später die Frankfurter mit einer guten Chance, aber per Fußabwehr ist der Unioner Keeper Winkelmann zur Stelle. Ein grober Abspielfehler am linken Strafraumrand durch Unions Innenverteidiger nutzte Kieran Czech resolut mit perfektem Schuss ins lange obere Tordreieck zur 1:0 Führung für die Frankfurter.
Vom Anstoß an weg hatten die Unioner bereits die Großchance zum sofortigen Ausgleichstreffer, aber Keeper Müller konnte den Ball noch zur Ecke lenken. Eine Minute später musste sich der Frankfurter Keeper erneut stark strecken, um den Torerfolg vom Unioner Muca noch zu verhindern. Noch in der gleichen Minute war Keeper Müller beim Schuss von Dennis Paul gerade noch am Ball und wehrte ab. In der Schlussminute der ersten Halbzeit trat der Schiri Brand besonders in Erscheinung. Er hatte bereits zuvor schon sehr Einseitig Gelbe Karten verteilt (nur an Union) und zeigte auch in diesem Moment kein Fingerspitzengefühl. Nach einem leichten Zupfer zeigte er den Unioner Innenverteidiger Jannik Sosnowski sofort die Gelb/Rote Karte, obwohl eine Ermahnung angemessener gewesen wäre. Mit einem Mann weniger mussten die Fürstenwalder nun die zweite Halbzeit bestreiten.
Wie bereits in der ersten Halbzeit hatten die Unioner die erste Torchance durch Dennis Paul in der 54. Minute. Der Ball landete aber knapp neben dem Kasten. Dann folgte durch Muca in der 60. Minute die nächste Chance für Union, aber Keeper Müller konnte gerade noch parieren mit perfekter Reaktion. Erneut ein grober Abwehrfehler der Unioner am Strafraumrand führte in der 62. Minute durch Lennox Liebner aus Nahdistanz zum 2:0 für die Frankfurter per Flachschuss ins kurze Eck. Eine Minute später dann Union über die rechte Seite zum Strafraum und Dennis Paul versenkte den Ball zum 1:2 Anschlusstreffer in den Kasten. Zwei Minuten später hatte er gar die Chance zum Ausgleichstreffer. Trotz Unterzahl versuchten die Fürstenwalder wenigsten noch den Ausgleichstreffer zu erzielen.
Die Frankfurter verteidigten ihre Führung aber massiv. In der 85. Minute erklangen lautstark zahlreiche Buh Rufe gegen Schiri Brand für seine weiterhin einseitige Kartenverteilung, was auch nicht gerade alltäglich ist. Trotz vier Minuten Nachspielzeit blieb es beim 2:1 Sieg für den Tabellenführer 1.FC Frankfurt/Oder. Insgesamt sahen die zahlreichen Zuschauer ein gutes Derby Spiel, wozu beide Mannschaften auf Augenhöhe ihren Beitrag geleistet hatten.


