Nur ein Fünftel überprüft die Quelle
Der Cybersicherheitsmonitor des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik und des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes zeigt, wie hoch das Risiko ist, Opfer digitaler Betrugsmaschen zu werden. Fast die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland fühlt sich zwar in der Lage, KI-generierte Inhalte zu erkennen. Tatsächlich schaut jedoch kaum jemand genauer hin. Nur eine Minderheit hat schon einmal etwa nach Unstimmigkeiten im Bild gesucht oder die Quelle überprüft. Der Cybersicherheitsmonitor zeigt, wie hoch das Risiko ist, Opfer digitaler Betrugsmaschen zu werden. Im Cybersicherheitsmonitor hat rund ein Drittel der Befragten noch keine einzige der gängigen Maßnahmen zur Erkennung von KI-generierten Inhalten ergriffen (32 %). Immerhin: 40 Prozent haben schon einmal überlegt, ob eine dargestellte Szene realistisch ist. Nur 28 Prozent haben nach Unstimmigkeiten, etwa fehlerhaften Schatten oder Gliedmaßen, gesucht. 19 Prozent haben zudem die Seriosität der jeweiligen Quelle recherchiert. Auch das Wissen rund um mögliche Betrugsszenarien ist gering. Nur 38 Prozent halten es für möglich, dass Cyberkriminelle zum Beispiel ein KI-Programm manipulieren, damit dieses sensible Daten weitergibt. Auch dass Kriminelle unsichtbare Anweisungen für KI-Systeme in Dokumente einfügen, halten nur 40 Prozent für denkbar. Tatsächlich sind beide Szenarien technisch möglich.
Verbraucher finden beim BSI eine Checkliste mit Erkennungszeichen KI-generierter Bilder. Informationen rund um Online-Anlagebetrug stellt das ProPK bereit. Die Kooperationspartner bieten auch eine gemeinsame „Checkliste für den Ernstfall: Betrug beim Onlinebanking. Die diesjährige Befragung wurde vom 6. – 12. Januar durchgeführt. Dabei wurden 3.060 Personen ab 16 Jahren bundesweit befragt und die Ergebnisse anhand der Bevölkerungsstrukturmerkmale Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung in Deutschland gewichtet.




