Effektive Gäste nutzen Schwächen aus
Der an siebter Stelle stehende FV Blau-Weiß Briesen II empfing den Tabellenneunten am Samstag, den SVM Gosen, im Sigmund-Balzer-Waldstadion. Kreisligafeeling pur. Eine regelrechte Hetzjagd entfachten die Gäste, die in puncto Schnelligkeit Briesen II mächtig unter Druck setzten. Briesen hatte arge Probleme, die Reihen zu schließen. Mit schnellen Flügelbewegungen kommt Gosen zu seinen Möglichkeiten, bis zur 11. Minute sind es schon vier Ecken, aber noch ohne Erfolg. Briesen setzt auf schnelles Passspiel bis in die Spitze, und Gosen bremst den Spielaufbau konsequent aus. Dann kommt es zu einem fatalen Fehler der Gastgeber. Sie können den Ball nicht kontrollieren, verlieren im Zweikampf den Ball. In der 18. Minute kann sich Joey Domke fulminant durchsetzen, gewinnt sogar das Duell mit dem letzten Verteidiger der Briesener, Ronny Anke, der sonst viel daransetzt, Briesen im Spiel zu halten. Doch im 16er wird es dann schon mal eng. Der Tormann kommt raus, will retten, Domke legt den Ball auf die Seite, Tor für die Gäste. Weckruf für Briesen, jetzt geht anscheinend mehr nach vorn, doch das richtige Mittel fanden sie in der Kürze noch nicht. Dafür hatte Gosen einen Lauf. Im Mittelfeld konnten sie sich im Zweikampf behaupten, ein straffer Schuss aus der Distanz brachte das Spiel wieder in Fahrt. Der Ball trifft die Innenlatte, der Ball fliegt wieder raus, die Verteidiger Briesens versuchen, den am Ball befindlichen Christopher König noch zu stoppen, doch der hatte den Torwart schon ausgetrickst, und es fiel in der 25. Minute das 0:2 für die Gäste. Briesen fing sich und erspielte sich ein paar richtig gute Chancen mit Alois Huth, der endlich wieder da ist, und George Krüger, die gemeinsam mit Hagen Brym die Sturmspitze bildeten, doch der Erfolg wollte sich nicht einstellen. Dafür kam Gosen zurück in der 28. Minute und legte nach, 0:3. Die Fehler der Gastgeber waren unübersehbar, das schlampige Abspielverhalten, das nicht konsequente Nachgehen machte es für Gosen einfach. Den Rückstand konnte Briesen bis zum Schluss nicht mehr aufholen, eine bittere Erfahrung, die sich sicher im Training niederschlagen wird.


