Lichtenow/Kagel zeigt Nervenstärke im Neunmeterschießen

Am vergangenen Sonntag war es so weit. Es stand das Kreispokalhalbfinale zwischen den Damen des VfB Steinhöfel und der SG Lichtenow/Kagel an. Der Gast begann das Spiel direkt offensiv und hatte bereits in der ersten Spielminute eine gute Chance auf den Führungstreffer. Dem Gastgeber merkte man in den ersten 15 Minuten nicht an, dass es hier um den Einzug in ein Pokalfinale ging. Man war unaufmerksam und ließ immer wieder große Chancen der Gäste zu, die diese jedoch nicht nutzten. Wie es im Fußball ist, fiel das erste Tor dann auf der anderen Seite. Einen scharf getretenen Freistoß von Lydia Reimann konnte die Torhüterin der Gäste nicht festhalten und Maja Christoph staubte humorlos ab. So stand es plötzlich 1:0 für den VfB Steinhöfel. Nach einer Systemumstellung fand der Gastgeber dann auch besser ins Spiel und es wurde ein Spiel auf Augenhöhe. Kurz vor der Halbzeit hatte Aysa Schütze nach einem Diagonalball die Chance zur Führung, jedoch konnte die Torhüterin Lisa Stein diesen Ball halten. Im Gegenzug fiel der Ausgleichstreffer für Lichtenow/Kagel mit dem Pausenpfiff. Maja Battke konnte ungehindert durchs Mittelfeld spazieren und einen unbedrängten Pass auf ihre ebenfalls freistehende Mitspielerin Anne-Kathrin Maron spielen und diese brachte den Ball im kurzen Eck unter.In Halbzeit 2 blieb das Spiel offen und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Es wurde mittlerweile ein echter Pokalfight. In der 56. Spielminute erahnte Samantha Hahn einen Aufbaupass des Gegners, gewann den Ball und spielte den Ball schnell in die Spitze zu Kira Wöber. Diese blieb frei vor der Torhüterin eiskalt und schob zum 2:1 für die VfB-Damen ein. Danach hatten beide Mannschaften mehrere gute Chancen, die VfB-Damen, um das Spiel wohl zu entscheiden und die Mannschaft der SG Lichtenow/Kagel, um zum Ausgleich zu kommen.

Fünf Minuten vor dem Ende fiel dann auch der Treffer zugunsten der Gäste. Sarah Regin konnte auch in diesem Fall ungehindert in den Strafraum der Gastgeber spazieren, spielte den Ball quer vors Tor und während vier VfB-Spielerinnen den Ball passieren ließen, schoss Ulrike Oswald den Ball am langen Pfosten einlaufend direkt unter die Latte. In der Nachspielzeit gelang dem Gastgeber fast noch der Lucky Punch. Einen hohen Ball köpfte Maja Christoph über die aus dem Tor kommende Gäste-Torhüterin, jedoch klärte Mirka Bergk den Ball noch in letzter Sekunde vor der Torlinie. So ging es ins 9-Meter-Schießen. Für die Gäste von Lichtenow/Kagel bereits das dritte Mal im dritten Pokalspiel dieser Saison. Und auch diesmal sollten sie, wie in beiden Runden zuvor, die Nerven behalten. Während alle drei Schützinnen der Gäste trafen, scheiterte Aysa Schütze vom Punkt mit einem schwach geschossenen Neunmeter an Lisa Stein. Dementsprechend zogen die Gäste der SG Lichtenow/Kagel ins Kreispokalfinale ein, während die Damen des VfB nach zuvor zwei Finalteilnahmen in Folge im Halbfinale scheiterten.

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