Pneumant bezwingt Saarow nach Elfmeterkrimi
In der Heimspielstätte des FSV Preußen Bad Saarow fand am Mittwochabend das Pokalhalbfinale um den Ostbrandenburgpokal gegen die BSG Pneumant statt. Der Vorteil lag auf der Hand, am Donnerstag wurde der Herrentag gefeiert, demzufolge war das Stadion sehr gut besucht. Auf der einen Hälfte die Saarow-Fans, die ihrer Mannschaft ebenso verbunden sind wie die der BSG Pneumant auf der anderen Hälfte. Die Ordner hatten nicht viel zu tun, denn beide Lager wissen um das Benehmen. Geleitet wurde dieses Spiel durch Lucas Habermann mit den Assistenten Kevin Krüger und Ben Frind. Alle drei haben ein waches Auge gezeigt, bei so viel Rivalität auf dem Platz nicht ganz einfach. Pneumant ging sofort auf Konfrontation. Mit schnellen Spielzügen machten sie Saarow Druck und erzielten in der 22. und 34. Minute mit Sellmann und Sette die 0:2-Führung. Saarow schien angeschlagen, versuchte über die Spitzen etwas Adäquates zustande zu bringen, noch fehlte der Abschluss. Der Mehreinsatz der Saarower machte sich am Ende bezahlt. Herrmann traf noch vor der Pause in der 43. Minute zum Anschlusstreffer. Das wacklige 1:2 ließ aber keinen Anschein aufkommen, beide Teams erhöhten ihre Performance. Saarow drängte sofort auf den Ausgleich, in der 60. Minute stand es dann durch Herrmann 2:2. Pneumant nun unter Zugzwang, hatte ihre Führung aus der Hand gegeben und musste nun zittern, denn Saarow hatte seinen Lauf. Schnell und Angriff auf Angriff standen sie dem Führungstor näher. Pneumant versuchte viel, kam aber nicht zum Zuge. Saarow fischte alles ab und konterte. In der 71. Minute machte Dürre die Führung für Saarow perfekt, die Fans in Ekstase. Das Spiel nahm immer mehr an Intensität zu. Schiri Habermann ließ keinen Zweifel aufkommen, entschied knallhart. Noch war nichts verloren. Pneumant ging mit der Situation kühl um, bloß nicht die Nerven verlieren. Das Verteilen übernahm Kapitän Noack, er dirigierte das Team durch die Mitte. Fünf Minuten vor Schluss die Erlösung. Saarow büßte die Führung auch ein, Sellmann glich nach einer Ecke zum 3:3 aus. Zweimal Verlängerung unter Flutlicht standen nun zu Buche, alles war offen.
Schlagabtausch der besonderen Art und so spannend wie ein Thriller. Beide Teams schenkten sich nichts, aber ein Tor fiel nicht. Das Elfmeterschießen kam, die Strategen wurden gewählt, welche das Team in Führung bringen sollten. Am Ende konnte sich Pneumant mit 5:7 durchsetzen. Für Saarow, die sich mächtig ins Zeug legten, war es eine Enttäuschung, so knapp vor dem Ziel doch verloren zu haben. Aber es gibt noch genügend Gelegenheiten, seine Klasse unter Beweis zu stellen. Für Pneumant geht es jetzt um viel.
Im Finale wartet mit der SG Müncheberg der Ligakonkurrent aus der Ostbrandenburgliga. Zweimal sind sie sich schon in dieser Saison begegnet. Schwer einzuschätzen, in der Hinrunde im Oktober gewann noch Pneumant und in der Rückrunde im April maßen sie sich, über ein Unentschieden kamen sie nicht hinaus. Da bleibt noch viel Spekulatives im Raum, man wird es erleben.


