20 Jahren Natur Kultur
Odervorland- eine Region voller Vielfalt
Erschienen am Donnerstag, 17. September 2026 Lesezeit 4 Min.
Seit 20 Jahren zeigt „NaturKultur“ im Amt Odervorland, wie vielfältig und lebendig die Region ist. Bei den Veranstaltungen öffnen lokale Betriebe, Vereine, Künstler sowie historische Orte ihre Türen und geben Besuchern und Interessierten Einblicke in ihre Arbeit und ihr Engagement. Mit 33 Stationen in verschiedenen Ortsteilen wie Briesen, Jacobsdorf, Buchholz, Pillgram, Petersdorf, Neuendorf im Sande, Hasenfelde, Heinersdorf, Biegen und Steinhöfel wird die Vielfalt der Region in diesem Jahr wieder sichtbar und erlebbar. NaturKultur bringt Menschen zusammen, schafft Begegnungen und macht deutlich, was die Region durch ihre Menschen, zu bieten hat. Diakonin der evangelischen Jakobus-Kirchengemeinde Kirstin von Campenhausen übernahm die festliche Andacht in der Feldsteinkirche in Sieversdorf zum 20-jährigen Jubiläum. Musikalisch untermalt wurde der festliche Moment von der Ausnahmekünstlerin, Organistin und Pianistin Liene Andreta Kalnciema aus Lettland. Sie beflügelte mit ihrer wundervollen Orgelmusik das Gotteshaus und verlieh der festlichen Stimmung eine ganz besondere Note. Mit den Worten des Dankes eröffnete Amtsdirektor Dirk Meyer vom Amt Odervorland das Jubiläumsjahr „NaturKultur 2026“. Er bezeichnete die Feldsteinkirche als besonders passenden Ort für den Auftakt zum 20-jährigen Bestehen. 20 Jahre bedeuteten zwei Jahrzehnte voller Veranstaltungen, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse. Dass dieses Jubiläum gefeiert werden könne, zeige, welchen festen Platz Kultur inzwischen im Amtsgebiet eingenommen habe. Meyer stellte heraus, dass hinter NaturKultur im Grunde ein einfacher Gedanke stehe, die eigene Region gemeinsam erleben und zeigen, was die einzelnen Orte zu bieten haben. Dazu gehörten die Natur, die Kultur und die Geschichte der Region, vor allem aber die Menschen, die sich engagieren und ihre Orte mit Leben füllen. Sieversdorf passe deshalb besonders gut zum Auftakt: eine alte Dorfkirche, ein Orgelkonzert und viele Menschen, die zusammenkommen, um dieses besondere Jubiläum zu feiern.
Im Anschluss begann die Tour quer durch das Amt, jedoch waren schon zwei Akteure in unmittelbarer Nähe. Die überaus interessante Führung durch die Orgelwerkstatt von Christian Scheffler, die sich hauptsächlich mit der Restaurierung sowie auch mit der kompletten Rekonstruktion hochromantischer Orgeln befasst, war sehr aufschlussreich und greifbar. Das war auch dem leidenschaftlichen historischen Wissen des Moderators zu verdanken, der sich in seinem Metier bestens auskannte und die Interessierten auf die Reise der Orgel mitnahm.
Und nur ein Steinwurf weiter schlägt das Herz der Kunst- und Baukeramik Golem, die sich auf dem Gebiet der Keramik in all ihren Facetten einen Namen gemacht hat. Historische Bodenfliesen und klassische Formate aus eigener Manufaktur eröffnen viele Möglichkeiten. Traditionelles Handwerk und individuelle Beratung die Palette des Könnens ist schier unendlich. Hört man den Keramikern zu, ist man sofort ergriffen von der Begeisterung, mit der ein Produkt entsteht. Und wie viel Zeit es manchmal kostet, sich in die Zeit der Entstehung bestimmter Keramiken hineinzudenken, wenn gewünscht, Farbe und Form identisch und originalgetreu herzustellen ist. Jeder Mitarbeitende, so Michael Marschel, ist dabei das Zünglein an der Waage, wenn es um Präzision und Qualität geht. Natürlich werden auch andere Projekte der Neuzeit oder Auftragsarbeiten bewältigt.





